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Horror-Clowns überfallen Luxemburger - Mann bei Attacke in seiner Wohnung verletzt - Phänomen aus Frankreich erreicht Region

Luxemburg. Die Horror-Clowns haben nun wohl auch Luxemburg erreicht: Ein Luxemburger teilte am Freitag im Internet mit, er sei in der Nacht von als Clowns verkleideten Männern überfallen und verletzt worden. Die Polizei bestätigte den Überfall. Bernd Wientjes

In Frankreich sorgen sie seit Tagen für Angst: Horror-Clowns. Doch es ist längst mehr als nur ein dummer Halloween-Streich, der über die USA auch nach Europa geschwappt ist. Scherzbolde verkleiden sich als Clowns, sind dabei aber alles andere als lustig. Sie tragen Horrormasken und erschrecken damit Passanten. Oder greifen sie an (der TV berichtete).

Nun sollen die Horror-Clowns auch in Luxemburg zugeschlagen haben. Ein Luxemburger berichtete gestern auf seiner Seite im sozialen Internetnetzwerk Facebook von "schaiss Clownen", die ihn nachts zuvor in seiner Wohnung überfallen haben sollen. Sie hätten ihm 18 Stiche zugefügt. Die "brutalen Gestalten" sollen zu dritt oder viert in die Wohnung in Luxemburg-Stadt eingedrungen sein und "hun mech ferdech gemaach" ("haben mich fertiggemacht"), schreibt der Mann auf seiner Facebook-Seite. Die Nacht habe er in einem Luxemburger Krankenhaus verbracht. Als Beweis zeigt er zwei Fotos, die zeigen, dass sein Bauch und Rücken mit Schnitten übersät ist. Über einen langen Schnitt am Bauch sind mehrere Klammerpflaster geklebt worden.

Die Luxemburger Polizei bestätigte, dass es in der Nacht zum Freitag einen brutalen Überfall in der Hauptstadt gegeben habe, bei dem ein Mann mit einem Messer oder einem anderen Gegenstand an Bauch und Rücken verletzt und im Krankenhaus gebracht wurde. Die Polizei gehe davon aus, dass es sich um einen Einzelfall handele. Allerdings berichten Medien in Luxemburg, dass im Nachbarland vor Halloween Clownsmasken in Geschäften im Nachbarland ausverkauft waren.

Auf einer eigens eingerichteten Facebook-Seite Beobachtungen von Horror-Clowns aus anderen Teilen Luxemburgs gemeldet, etwa aus Weiswampach, Esch oder Grevenmacher.

In Frankreich kam es in den vergangenen Wochen schon öfter zu brutalen Clown-Attacken. Ein 19-Jähriger wurde zu einer sechsmonatigen Haftstrafe mit Bewährung verurteilt, weil er in einem öffentlichen Park Kinder gejagt und mit einem Knüppel bedroht hatte. In Montpellier erhielt ein Clown eine Strafe, der einen Mann mit einer Eisenstange geschlagen hatte. Auch in Belgien sollen Horror-Clowns gesichtet worden sein. wie