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Großherzogtum
Luxemburg will zwei Jahre Cannabis-Medikamente testen

Ein Arzt wiegt Marihuana. Cannabis ist die in Deutschland am weitesten verbreitete illegale Droge und wird vor allem in Form von Haschisch oder Marihuana konsumiert. Foto: iStock/LattaPictures
Ein Arzt wiegt Marihuana. Cannabis ist die in Deutschland am weitesten verbreitete illegale Droge und wird vor allem in Form von Haschisch oder Marihuana konsumiert. Foto: iStock/LattaPictures FOTO: ARRAY(0x18a6f38)
Luxemburg (dpa). In Luxemburg ist ein Gesetz in Arbeit, das unter strengen Auflagen den Einsatz von medizinischem Cannabis erlauben soll, um die Schmerzen von Patienten mit chronischen Krankheiten zu lindern.

Luxemburg will für zunächst zwei Jahre den Einsatz von Medikamenten mit Cannabis-Wirkstoffen testen. Bis zum Jahresende wolle sie entsprechende Gesetzesänderungen vorschlagen, sagte Gesundheitsministerin Lydia Mutsch am Dienstag. Die neuen Gesetze sollen besonders die Behandlung von Patienten mit chronischen und schmerzhaften Erkrankungen ermöglichen, bei denen herkömmliche Mittel nicht helfen. Die Verordnung von Medikamenten vor allem mit Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD), wichtigen Wirkstoffen des Rauschmittels Cannabis, soll demnach unter strenger ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Die Regierung des Großherzogtums hatte Ende Oktober grundsätzlich beschlossen, die Nutzung von Cannabis zu medizinischen Zwecken zu erlauben. Ziel der Testphase im Großherzogtum ist laut Mutsch, mehr über die Einsatzmöglichkeiten und Wirkungen von „medizinischem Cannabis“ zu erfahren. Die geplante Gesetzgebung solle dafür sorgen, dass Cannabis in standardisierter Qualität therapeutisch genutzt werden könne. Zugleich müsse die Verfügbarkeit kontrolliert werden.

In Deutschland hatte der Bundestag im Januar beschlossen, Ärzten das Verschreiben von Cannabis-Arzneimitteln zu erlauben. Der Eigenanbau bleibt verboten.