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Lexikon
`T as kee vu Kaffi a Kuch

FOTO: TV / Jakobs, Ralf
Der Mensch lebt nicht vom Brot oder der Kartoffel allein. Und so gilt auch in Luxemburger der Kaffi (Kaffee) als eines der klassischen Genussmittel. Von Sabine Schwadorf
Sabine Schwadorf

Dabei unterscheidet man grénge Kaffi, also ungerösteten Kaffee und schwaarze Kaffi, also Kaffee ohne Milch, der im Gegensatz zu Kaffi mat Mëllech (also mit Milch) bisweilen auch wäisse oder bleeche Kaffi (weißer oder bleicher kaffee) genannt wird.

Wenn de Kaffi staark as im Gegensatz zu dënn, dann ist er stark und – ganz wichtig –  gliddeg, also heiß.

Wer Kaffi zubereitet, muss ihn erst brennen und réischteren (rösten), anschließend muelen (mahlen), ehe man ihn opschëdden (aufschütten) kann.

Schlechten Kaffee bezeichnet man auf Luxemburgisch als Eileseech (Eulenpipi), Kakerlaken, Muckefuck, Schluutchen oder Spullwaasser (Spülwasser). Analog dazu gibt es auch Bezeichnungen für guten Kaffee: namlich meist in der Verkleinerungsform wie e gudde Käfftchen.

Rund um Kaffee gibt es zahlreiche Redewendungen, etwa:

`T huet sech mat Kaffi gewäsch.

Sie hat sich mit Kaffee gewaschen.

Übertragen: Sie ist von der Sonne gebräunt.

`T as kee vu Kaffi a Kuch.

Das ist nichts, was man bei Kaffee und Kuchen erzählt, also übertragen eine eher derbe Erzählung.

Sabine Schwadorf

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