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Mehr als 100 zusätzliche Zusteller verteilen die Weihnachtspost in der Region Trier.

Weihnachten : Damit Pakete und Briefe zum Fest ankommen

Während in einigen Teilen der Republik wie im Saarland, in Kaiserslautern, Bremen oder Konstanz Engpässe bei der Briefzustellung gemeldet werden, gibt die Post für die Region Trier Entwarnung. Wer seine Weihnachtspost dennoch pünktlich verschickt haben will, der sollte einiges beachten.

Wenn der sogenannte Hammerstempel über die Briefe stempelt, dann gibt es kein Pardon: Alles, was uneben oder zu dick ist, wird platt gedrückt. Schlecht, wer dann als kleines Extra seiner Weihnachtspost eine Kirschpraliné mit Schnaps eingeklebt hat. „Der Hammerstempel zermatscht alles – und verklebt und verkleckert damit auch alle Briefe drumherum“, warnt Post-Presssprecher Heinz-Jürgen Thomeczek. Und es gibt noch einiges mehr, was weihnachtliche Briefeschreiber und Päckchenversender beachten sollten.

NO-GOS

Was also auf keinen Fall in die Briefpost sollte, sind Eingaben wie Pralinen oder andere Süßigkeiten. Der Hammerstempel macht kurzen Prozess: Der Inhalt ist verklebt, die Post drumherum auch.

Wer aus dem sonnigen Süden zur kalten Winterszeit als Urlaubssouvenir eine Prise Sand mitschickt, der bringt im wahrsten Sinne des Wortes Sand ins Getriebe: „Wenn der in die Sortiermaschine kommt, steht alles still“, warnt Thomeczek.

Bei Päckchen und Paketen gilt: Weniger ist oft mehr. Wer also seinen Inhalt gut verstauen will, sollte diesen gut gepolstert einpacken. Wer komplett mit Klebeband zugekleisterte Kartons abschickt, muss mit Lieferverzögerungen rechnen. Denn Klebeband auf Kartons führen dazu, dass die Pakete nicht über die Transportbänder rutschen, sondern händisch weitergegeben werden müssen.

Auch wer sein Paket mit einer Paketschnur vertäut, läuft Gefahr, dass im für die Region Trier zuständigen Paketzentrum in Neuwied die Maschinen stillstehen. Denn Paketschnur verhakt sich in den großen Schaufeln der Transportmaschinen. Die Folge: Nichts geht mehr. Statt rund 500.000 Paketen pro Tag gibt es Lieferverzögerungen, weil die Maschinen repariert werden müssen. „Werden solche Pakete frühzeitig entdeckt, dauert es trotzdem länger, weil diese dann per Hand weiterverarbeitet werden müssen und wie Sperrgut behandelt werden“, erklärt der Post-Sprecher.

TIPPS

Wer stressfrei seine Weihnachtspost verschicken und den Paket- und Briefdiensten den Job erleichtern will, sollte frühzeitig an sein und Bestellungen und Abholungen zügig erledigen.

Einen Ablageort oder Nachbarn benennen oder das Paket an Packstationen schicken. Im Online-Standortfinder kann man nicht nur Filialen, Packstationen und Briefkästen finden, sondern auch anhand des Stoßzeitenanzeigers Wartezeiten vermeiden.

Statt am Schalter zu stehen, kann man die Post auch online oder per App frankieren und Pakete an Packstationen abgeben. Achten Sie auch darauf, dass Adresse und Absender vollständig, gut lesbar und mit korrekter Postleitzahl auf der Außenseite vermerkt sind. Damit die Briefpost pünktlich ankommt, auf die korrekte Beschriftung des Briefs achten: Adresse unten rechts, Absender oben links. Wer es anders macht, riskiert, dass Briefe persönlich sortiert werden müssen und entweder verspätet oder gar nicht ankommen. 

 

ABSENDEFRISTEN

Gesetzlich ist die Post dazu verpflichtet, bundesweit im Schnitt 80 Prozent der Briefe am nächsten Werktag zuzustellen und mindestens 95 Prozent am übernächsten Werktag. Das bedeutet für die Fristen an Weihnachten eine entsprechende Koordination.

Folglich müssen Weihnachtsbriefe und Postkarten spätestens am Donnerstag, 22. Dezember, im Briefkasten vor der letzten Leerung sein. Wer ins europäische Ausland schreibt, muss den 14. Dezember im Auge behalten, außerhalb Europas muss man sich bis zum 7. Dezember sputen.

Für Pakete und Päckchen läuft die letzte Frist am Dienstag, 20. Dezember, aus. Für die europäischen Länder gelten unterschiedliche Fristen ab dem 12. Dezember – je nach Land. Dennoch rät die Post: Je eher man seine Weihnachtspost abschickt, desto besser.

 

VORBEREITUNG DURCH DIE POST

Selbst wenn wir als Absender alles richtig machen, muss sich die Post selbst mit Zustellern, Transportern, gelben Behältern und E-Fahrzeugen selbst auf die Zusatzbelastung an den Feiertagen einstellen. „Wir planen Weihnachten bereits am Jahresanfang“, erklärt Postsprecher Heinz-Jürgen Thomeczek.

Wöchentlich werden allein im Briefzentrum Trier, das für die sogenannte Leitregion 54 (die ersten beiden Postleitzahlen) zuständig ist, 2,5 Millionen Briefe durchgeschleust. Im Mai sind es etwa 10.000 Pakete pro Tag, derzeit sind es 12.000, bei den Briefen sind es im Mai etwa 76.000 Briefe pro Tag, derzeit knapp 99.000. Bundesweit gesehen werden an normalen Tagen 6,8 Millionen Pakete verschickt, in der vergangenen Woche wurde das Allzeithoch von mehr als 10,7 Millionen Pakten erreicht.

Deshalb hat die Post ihren Fuhrpark allein für die Stadt Trier um 20 auf 150 Fahrzeuge erhöht, allein in der Zustellung hat das Unternehmen gut 20 Beschäftigte zusätzlich und damit nun 160 Zusteller. Für die gesamte Region Trier sind es weitaus mehr als 100 zusätzliche Arbeitskräfte – und damit auch mehr Fahrzeuge. Thomeczek ist deshalb „zuversichtlich, dass wir die Zustellfristen auch einhalten, damit jede Sendung zu Weihnachten beim Empfänger ist.“