Akute Pilzvergiftung: Im Zweifel sofortiger Notruf

Akute Pilzvergiftung: Im Zweifel sofortiger Notruf

Herbstzeit ist Pilzzeit. Viele Sammler zieht es jetzt in den Wald. Doch es ist Vorsicht geboten. Die Johanniter-Unfall-Hilfe rät bei Vergiftungssymptomen: sofort einen Notruf absetzen.

Für Laien ist es oft schwierig, bekömmliche Pilze von giftigen zu unterscheiden. Von den 10 000 Großpilzarten im Wald sind nur 1000 genießbar. Wer versehentlich einen ungenießbaren Pilz erwischt, kann im schlimmsten Fall eine Pilzvergiftung erleiden. Die Johanniter-Unfall-Hilfe Trier-Mosel rät: "Wer nach einem Pilz-essen an Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, einer Gelbfärbung der Haut oder Schweißausbrüchen leidet, sollte sofort den Rettungsdienst unter Notruf 112 rufen", rät Annette Neises, Erste-Hilfe-Ausbilderin. Die Symptome können auch erst Stunden oder sogar einige Tage nach der gefährlichen Mahlzeit auftreten. Wirksame Hausmittel gebe es nicht, nur ein Arzt könne professionelle Hilfe leisten. Keinesfalls sollten die Betroffenen durch Salzwasser oder Milch versuchen, Erbrechen herbeizuführen. red