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Besonders wenn ein großer trockener Lagerraum im Keller vorhanden ist, kann das Heizen mit Holz im Altbau eine gute Wahl sein: Die eher teuren Anschaffungskosten eines Holzfeuerungskessels machen sich durch niedrigere Brennstoffkosten bezahlt - deshalb eignen sich solche Kessel vor allem für alte oder große Gebäude mit einem hohen Wärmebedarf. Als zentrale Feuerungsanlagen kommen dabei Holzpelletkessel oder Scheitholzvergaserkessel infrage.

 Viel Holz vor der Hütte: Das Heizen mit dem Rohstoff bietet sich vor allem für Altbauten an. Foto: privat
Viel Holz vor der Hütte: Das Heizen mit dem Rohstoff bietet sich vor allem für Altbauten an. Foto: privat

Während bei den Holzpellets inzwischen gut modulierende Kessel erhältlich sind, die sich dem Wärmebedarf schnell anpassen können, ist bei Scheitholzvergaserkesseln ein großer Speicher für das Heizungswasser unbedingt erforderlich. Bei Holzhackschnitzeln fällt etwa das vierfache Volumen von Pellets an, deshalb eignen sich Hackschnitzelanlagen nur selten für Privathaushalte. Auch Holzeinzelöfen können eine Möglichkeit darstellen - vorausgesetzt, es ist eine Wassertasche vorhanden. Diese hat die Funktion eines Wärmetauschers, der die Wärme aus dem Abgas aufnimmt und einem Wasserspeicher zuführt. Da Einzelöfen nicht automatisch beschickt werden, muss hier ganz altmodisch Holz nachgelegt werden. Beachtet werden sollte auch, dass die Investitionskosten nicht unbedingt niedriger sind als bei einer zentralen Anlage, zusätzlich ist mit erhöhten Schornsteinfegerkosten zu rechnen. Bernhard Andre ist Energieberater bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.