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Als Spinat noch Guter Heinrich hieß

Kolumne Gartentipp : Als Spinat noch Guter Heinrich hieß

Eines meiner liebsten wiederentdeckten Gemüse ist der Gute Heinrich. Bevor man Spinat kannte, war das Gänsefußgewächs ein weit verbreitetes Blattgemüse.

In Freilichtmuseen wird der Kulturfolger des Menschen gerne in direkte Nähe landwirtschaftlicher Gehöfte gepflanzt. Er ist der Inbegriff einer alten Dorfpflanze. Sein Standort vor Ställen verrät viel über die Bodenansprüche: Er liebt es stickstoffreich. Deshalb wächst er in der Bauerngartenecke, der die jährliche Ladung abgelagerten Mistes fehlt, auch nicht so üppig wie er könnte. Trotzdem ist er robuster als Spinat.

Weiterer Vorteil: das mehrjährige Wildgemüse kommt immer wieder. Bereits im zeitigen Frühjahr kann ich erste Blätter ernten, um ein bisschen selbstgezogenes Grün unter gekauften Spinat zu mischen. Noch so eine alte Spinatpflanze ist die Gartenmelde. Wegen ihrer Blattschmuckwirkung bevorzuge ich die rote Variante. Mit ihrer Eigenschaft Salate farblich und vitaminreich aufzupeppen, ist die fast vergessene Sorte jetzt wieder Trendsetter.