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Telefonaktion
Aufregende neun Monate

Trier. Experten geben bei unserer Telefonaktion Tipps rund um Schwangerschaft und Geburt. Von Katja Bernardy

Ich möchte mein Kind nach der Geburt immer bei mir haben. Ist dies möglich?

Dr. med. Tanja Peters, Oberärztin in der Gynäkologie und Geburtshilfe im Klinikum Mutterhaus Eh­rang: Ja, wenn es Mutter und Kind gutgeht und die Mutter dies möchte, kann das Baby rund um die Uhr bei ihr im Zimmer sein. Wir trennen Mutter und Kind ungern. Dies gibt auch Sicherheit, wenn Sie dann mit dem Kind zu Hause sind.

 

Wann sollte ich im Mutterhaus Mitte auf der Kinderstation entbinden, wann in Ehrang?

Peters: Bei Risikoschwangerschaften sollten Sie im Mutterhaus Mitte entbinden. Verläuft die Schwangerschaft problemlos, können Sie ab Schwangerschaftswoche 37 in Trier-Ehrang entbinden. Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme.

Wann sollte ich mich in einer Geburtsklinik vorstellen?

Dr. med. Gerd Lenninger, Leitender Oberarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe im Klinikum Mutterhaus Mitte: Bei einer unproblematischen Situation etwa ab der 35. Schwangerschaftswoche, bei sich abzeichnenden Problemen ab der 33./34. Woche.

 

Wie kann es mit dem Stillen gut klappen?

Lenninger: Es startet mit dem Bonding, also mit der frühkindlichen Bindung des Kindes an Mutter und Vater. Wichtig ist auch, das Kind frühzeitig anzulegen und nach Bedarf und nicht nach Fahrplan zu stillen. Stillen ist Arbeit. Mutter und Kind müssen sich aufeinander einstellen.

Dabei stehen Ihnen im Krankenhaus Stillberaterinnen zur Seite. Sie helfen beim Anlegen des Kindes oder bei Stillproblemen. Es ist sogar eine Hotline geschaltet, dort können Sie bei Fragen anrufen.

 

Machen Sie Bonding im Kreißsaal?

Carmen Keiser, Leitende Hebamme im Klinikum Mutterhaus Ehrang: Ja, im Klinikum Mutterhaus Ehrang und Mitte wird Bonding großgeschrieben. Auch im Operationssaal nach dem Kaiserschnitt. Der Partner ist im Operationssaal mit dabei, und bestenfalls kommt das Kind gleich auf die Brust der Mama.

 

Wir hätten nach der Geburt gerne ein Familienzimmer. Ist dies möglich?

Keiser: Ja, grundsätzlich besteht die Möglichkeit, an beiden Standorten ein Familienzimmer zu bekommen. Es ist natürlich situationsabhängig.

 

Wann sollte ich mich um eine Nachsorgehebamme kümmern?

Keiser: So früh wie möglich. Wir raten dazu, sich in der 15. Schwangerschaftswoche um eine Nachsorgehebamme zu kümmern. Es ist derzeit schwierig, eine Hebamme zu finden, denn es stehen nicht genügend Hebammen zur Verfügung, die Schwangere vor und nach der Geburt betreuen können. Meist verlassen die Mütter nach einer natürlichen Geburt nach zwei Tagen das Krankenhaus, umso wichtiger ist die Nachsorge durch eine Hebamme zu Hause.