Vorbereitet sein Diese acht Dinge sollten Sie im Winter im Auto dabei haben

Nicht nur das Auto, sondern auch der Fahrer sollten vor Frost gewappnet sein. Mit diesen Dingen im Gepäck kann das gelingen.

Autofahren im Winter: Das sollte dabei sein
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Was Sie im Winter immer im Auto dabei haben sollten

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Foto: dpa/Thomas Warnack

1. Winterreifen aufziehen!

Was für Eifeler und Hochwälder vermutlich selbstverständlich ist, können diejenigen, die in weniger hügeligen und verschneiten Gegenden leben, schon mal schneller vergessen. Von Oktober bis Ostern (O bis O) sollten nämlich die Winterreifen aufgezogen werden. Vor allem deshalb, weil die bei Glätte und Schnee sicherer sind. Aber natürlich auch, weil es in Deutschland eine situative Winterreifenpflicht gibt.

Laut ADAC bedeutet das, „dass man bei winterlichen Straßenverhältnissen, also bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte, nur mit Winterreifen fahren darf.“ Diese müssen auf allen vier Positionen aufgezogen werden und eine Mindesprofiltiefe von 1,6 Millimetern haben. Der ADAC empfiehlt sogar vier Millimeter.

Ein Fahrer, der sich nicht daran hält, muss laut Bußgeldkatalog 60 Euro zahlen, gefährdet er andere sind es 80 Euro. Außerdem bekommt er einen Punkt in Flensburg. Auch der Halter des Autos bekommt einen Punkt und muss ein Bußgeld von 75 Euro zahlen.

2. Decke ins Auto legen

Eine Autopanne kann immer mal vorkommen und ist schon ärgerlich genug. Im Winter kann sie aber auch zu einer Gefahr für die eigene Gesundheit werden. Bei den kalten Temperaturen kühlt das Auto schnell herunter, es kann zu Unterkühlung oder gar Erfrierungen kommen. Deshalb sollte man immer eine Decke dabei haben – am besten für jeden Mitfahrer eine.

3. Scheibenkratzer und Enteiserspray

Scheibe gefroren, Eiskratzer vergessen. Das kann ziemlich nervig sein. Denn andere Gegenstände, die zur Not aushelfen müssen – Parkscheibe oder der eigene Ärmel – befreien die Scheiben längst nicht so effektiv von Eis und Schnee. Praktisch sind auch Kratzer, die einen integrierten Besen haben. So kann zuerst der frische Schnee weggefegt werden.

Außerdem kann Enteiserspray dabei helfen, Türgriffe und Schlüssellöcher schnell von Eis zu befreien. Auf den Scheiben kann das Spray durch das darin enthaltene Glycerin Schlieren hinterlassen, weshalb es sich hauptsächlich als Ergänzung zum Eiskratzer eignet. Wichtig dabei: Das Enteiserspray niemals IM Auto aufbewahren! Sonst kommt man im Ernstfall nicht dran, wenn die Schlüssellöcher zugefroren sind.

4. KFZ-Ladegerät

Die kalten Temperaturen nehmen auch Einfluss auf die Akkugeräte, die sich im Auto befinden. Bei unter zehn Grad verlangsamen sich laut Chip-Magazin die chemischen Prozesse im Akku, wodurch die Flüssigkeit darin zäher wird. „Das erhöht den Stromverbrauch, was zu einem Spannungszusammenbruch und schließlich zur schnellen Entladung führen kann“, berichtet das Magazin.

Doch wenn sich das Handy während der Fahrt entladen hat, kann das lästig und in Notfällen problematisch sein. Der ADAC empfiehlt deshalb, im Winter 12-Volt-Ladegeräte für das Mobiltelefon dabeizuhaben. Die können beispielsweise an den Zigarettenanzünder angeschlossen werden.

5. Wischwasser mit Frostschutz

Bei falschem Wischwasser können gleich mehrere Probleme auftauchen: Nicht nur, dass man sich selbst die Scheibe damit vereisen kann. Auch der Wischwasserbehälter und die -pumpen können nach Angaben des ADAC einfrieren, wenn das Wasser darin nicht für den Winter vorbereitet wurde. Deshalb sollten Autofahrer noch vor dem ersten Frost ein entsprechendes Frostschutzmittel kaufen und das hochdosierte Konzentrat mit dem Scheibenwasser verdünnen. Die Mittel sind laut ADAC meistens für Temperaturen von minus zehn und minus 30 Grad geeignet.

6. Abdeckfolie für Scheiben und Spiegel

Trotz Eiskratzer und -spray können morgens wertvolle Minuten vergehen, bis man die gefrorenen Scheiben vom Eis befreit hat. Deshalb kann es nützlich sein, Schnee und Eis schon am Vorabend (fast) keine Chance zu geben. Mit einer Abdeckfolie für die Frontscheibe und die Außenspiegel können sich dicke Eisschichten schwerer bilden. Außerdem können Autofahrer den frisch gefallenen Schnee direkt zusammen mit der Abdeckung entfernen.

7. Handschuhe

Die Hände sind der Kälte praktisch immer ausgesetzt: Sie befreien die Scheibe vom Eis, umklammern das kalte Lenkrad oder müssen bei einer Panne ran. Deshalb empfiehlt der ADAC, im Winter stets Handschuhe im Auto zu haben. Die dürfen laut Bußgeldkatalog auch grundsätzlich beim Fahren getragen werden, sofern sie nicht so dick gefüttert sind, dass sie die Lenkung behindern.

8. Abschleppseil

Na gut, Abschleppseile sind auch im Sommer hilfreich. Man denke nur an das Wacken-Festival 2023. Aber im Winter haben sie nochmal eine besondere Bedeutung. Auf glatten Straßen passiert es häufig, dass Autos rutschen und im Schnee stecken- oder liegenbleiben. Ein eigenes Seil dabeizuhaben, ist deshalb nützlich.

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