Bei der Bahn wird es wegen Flugbegleiter-Streiks enger

Bei der Bahn wird es wegen Flugbegleiter-Streiks enger

Wenn Flüge ausfallen, ist eine mögliche Alternative gerade im Inland der Zug. Ein Chaos durch viele zusätzliche Schienenreisende ist während des Streiks der Lufthansa-Flugbegleiter aber bisher ausgeblieben.

Wegen des Streiks der Lufthansa-Flugbegleiter sind Reisende am Dienstag vermehrt auf Züge umgestiegen. „Wir rechnen mit einigen tausend Fahrgästen mehr“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn in Berlin. „Bei Bedarf werden wir mehr Züge auf die Reise schicken, bisher reichten die Kapazitäten noch aus.“ Mehr Reisende erwartete die Bahn auf den Hauptstrecken von und nach Berlin und Frankfurt am Main, wo Stewardessen und Stewards der Deutschen Lufthansa morgens die Arbeit niedergelegt hatten.

Auch in den Zügen von und nach München wurde mit größerer Auslastung durch Umsteiger aus dem bestreikten Flugverkehr gerechnet. In Bayerns Landeshauptstadt sollte der Ausstand der Flugbegleiter mittags beginnen. Auf den betroffenen Bahnhöfen wurde zusätzliches Personal eingesetzt, um Fahrgäste zu informieren.

Zwischen Lufthansa und der Bahn gibt es ein Kooperationsangebot namens „Good for Train“. Es soll Passagieren, deren Flüge ausfallen, unkompliziert ein Fortkommen ermöglichen. Lufthansa-Passagiere im innerdeutschen Flugverkehr können ihre Tickets demnach an Schaltern ihrer Fluggesellschaft in Reisegutscheine für die Deutsche Bahn umwandeln lassen. Elektronische Ticket können online über die Lufthansa-Internetseite oder am Check-In-Automaten umgewandelt werden. Mit den Gutscheinen darf man direkt in den Zug einsteigen. Bei internationalen Verbindungen ist es nicht ganz so einfach: In diesen Fällen müssen die Tickets in einem DB Reisezentrum gegen eine Fahrkarte eingetauscht werden.