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Bewertungen im Netz helfen oft nicht weiter

Bewertungen im Netz helfen oft nicht weiter

Düsseldorf (dpa) Produktbewertungen im Netz helfen oft nicht wirklich weiter. Selbst wenn es sich um eine unabhängige, nicht von Herstellern, Händlern, Produkttester-Clubs oder Vorteilsprogrammen beeinflusste Bewertung handelt, bleibt im besten Fall nur ein persönlicher Eindruck.

Darauf weist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hin. Laien fehlten für die tiefergehende Beurteilung meist aber Fachwissen, Test- und Vergleichsmöglichkeiten.
In unabhängigen, großen Tests, wie etwa bei der Stiftung Warentest, fänden dagegen viele verschiedene Produkte Berücksichtigung. Denn wie gut ein einzelnes Produkt ist, zeige sich häufig erst beim Vergleich mit Alternativen, so die Verbraucherschützer.
Vorsicht ist auch bei Bewertungen von Bloggern oder vermeintlichen Testportalen geboten. Dahinter kann ein Geschäftsmodell namens Affiliate-Marketing stecken: Händler zahlen pro Klick oder pro Kauf eine Provision an den Seitenbetreiber. Indizien dafür können zum einen ungewöhnlich lange Links mit vielen sinnfreien Zahlen- und Buchstabenkombinationen in die Shops der Händler sein. Zum anderen liegt der Marketing-Verdacht nahe, wenn durchgängig eher teure Produkte am besten bewertet werden, es quasi keine schlechten Bewertungen gibt und überwiegend nur zu einem Händler verlinkt wird.