Damit das Traumhaus kein Alptraum wird

Damit das Traumhaus kein Alptraum wird

Die Rechtsanwaltskammer Koblenz stellt den diesjährigen Verbraucherrechtstag am 21. März unter das Thema: "Meine Rechte als Bauherr". Dabei stellen die Rechtsexperten die unterschiedlichen Problemfelder in den Fokus.

Trier. Der Traum von den eigenen vier Wänden endet gelegentlich in einem Alptraum. Damit Bürger bei ihren Plänen kein böses Erwachen haben, hat die Rechtsanwaltskammer Koblenz ihren diesjährigen Verbraucherrechts tag dem Thema Bauen gewidmet. Partner ist die Sparkasse Trier. Die Informationsveranstaltung ist am 21. März, 17.30 Uhr, im Kurfürstlichen Palais, Rokokosaal, in Trier. Die Experten der Rechtsanwaltskammer werden dort etwa Fragen beantworten, die sich mit der Bauabnahme beschäftigen. Einige Beispiele:

Abnahme ohne Sachverständigen:
"Eine solch wichtige Rechtshandlung wie die Bauabnahme sollte ein Bauherr niemals ohne einen Sachverständigen vorbereiten und durchführen", sagt Dr. Meinhard Forkert, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht. Der Sachverständige allein besitze die Sachkompetenz zu entscheiden, ob das Bauwerk entsprechend der vertraglich geschuldeten Leistungsbeschreibung mangelfrei erbracht wurde.
Eine baubegleitende Qualitätskontrolle etwa durch einen unabhängigen Berater des Bauherrenschutzbundes e.V. bietet hier einen sicheren Weg.

Fehlende Dokumentation im Protokoll:
Es sei wichtig, während des Abnahmetermins ein Abnahmeprotokoll zu erstellen. Nur so könnten alle zum Zeitpunkt der Abnahme vorhandenen Mängel dokumentiert werden. Auf dem Abnahmeprotokoll müssten die Teilnehmer der Abnahme und das Datum vermerkt sein sowie konkrete Mängel.


Vergessene Vorbehalte:
Da die Unterzeichnung des Abnahmeprotokolls eine Rechtshandlung darstelle, die zu erheblichen Rechtsfolgen führe, sei es wichtig, etwaige Ansprüche zur Geltendmachung der Vertragsstrafe schriftlich zu klären. Vorbehalte hinsichtlich der Geltendmachung von Mängeln müssen ins Protokoll aufgenommen werden.
Ist ein Bauwerk abgenommen, sind alle weiteren Ansprüche zur weiteren Leistungserfüllung gegenüber dem Bauunternehmer erloschen.



Zwischenabnahmen:
Der Bauherr sollte niemals Teilabnahmen einzelner Gewerke durchführen, da mit dem Zeitpunkt der Abnahme auch die Gewährleistungszeit für die abgenommenen Leistungen zu laufen beginne und dies unter Umständen zu erheblichen Rechtsnachteilen für den Bauherrn führen könne.

Stille Abnahme: Eine Abnahme kann ausdrücklich oder durch schlüssiges Handeln erfolgen, etwa durch den Einzug in das Haus. Aus diesem Verhalten des Bauherrn ergibt sich, dass er das Bauwerk des Unternehmers als im Wesentlichen mangelfrei anerkennt.

Anmeldung erbeten an Andrea Zaszczynski, Pressestelle Rechtsanwaltskammer Koblenz, Telefon 040/4132-700, info@srh-pr.de. Der Eintritt ist kostenlos. red