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Familienkolumne
Das Leben als Veränderung

Leben bedeutet Veränderung, auch und vor allem in der Familie. Ein Geschwisterchen wird geboren, ein Freund zieht weg, Familienmitglieder erkranken oder versterben, neue Kontakte und Freundschaften entstehen. Manche dieser Situationen können wir beeinflussen, anderen fühlen wir uns zunächst hilflos ausgeliefert. Von Petra Gottwald

In Zeiten der Veränderung suchen Kinder mehr noch als sonst Halt und Orientierung bei ihren Eltern. Wie kann es gelingen, dass die Familie schwere Zeiten bewältigt und vielleicht sogar gestärkt aus ihnen hervorgeht?

Auch wenn es kein Patentrezept gibt: Ein altersangemessen ehrlicher und authentischer Umgang mit belastenden Situationen ist immer hilfreich.

Die eigenen Kinder traurig und verzweifelt zu sehen, fällt Eltern natürlich extrem schwer – besonders dann, wenn sie selbst auch mit der Situation ringen und sich in ihrer Rolle als Haltgebende nicht so sattelfest fühlen wie sonst.

Starke Emotionen wie Wut, Trauer und Eifersucht haben etwas Beängstigendes, weshalb wir sie möglichst schnell wieder loswerden wollen. Trotzdem sollte der aufkommende Beschützerinstinkt weder in Beschwichtigungen noch Versprechungen seitens der Erwachsenen münden. Auch schlechte Gefühle können und müssen gemeinsam ausgehalten werden. Das Gute an Veränderungen ist ja, dass selbst die schwierigen Phasen vergänglich sind.

Petra Gottwald ist Diplom-Psychologin und stellvertretende Leiterin der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Palais e.V., Trier.

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