Mietrechtstipp: Eichpflicht für Zähler

Mietrechtstipp : Eichpflicht für Zähler

Nach dem Gesetz müssen Elektizitäts-, Gas-, Wasser-, und wärmezähler geeicht sein, wenn mit ihrer Hilfe Energie und Wasser abgerechnet wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Abrechnung zwischen Vermieter und Mieter handelt oder um die Abrechnung einer Wohnungseigentümergemeinschaft.

Nach dem Eichgesetz beträgt die Gültigkeitsdauer der Eichung für die einzelnen Messgeräte wie folgt:

- Wärmemengenzähler 5 Jahre

- Warmwasserzähler 5 Jahre

- Kaltwasserzähler 6 Jahre

- Balgengaszähler 8 Jahre

- Elektrizitätszähler mit elektronischem Messwerk 8 Jahre

(mit Induktionswerk, Läuferscheibe 16 Jahre)

Wurde beispielsweise ein Kaltwasserzähler im Jahr 2002 geeicht, dann beginnt die Gültigkeitsdauer Ende des Jahres 2002 und endet sechs Jahre später, am 31. Dezember 2008. Dann muss eine erneute Eichung erfolgen, oder das Messgerät muss ausgetauscht werden.

Setzt ein Vermieter ungeeichte Messgeräte ein oder Messgeräte, bei denen die Eichfrist überschritten ist, kann das als Ordnungswidrigkeit geahndet werden und eine Geldbuße nach sich ziehen. Die Abrechnung selbst wäre zudem fehlerhaft und müsste nicht akzeptiert werden.

Keine eichpflichtigen Messgeräte sind Heizkostenverteiler sowohl nach dem Verdunstungsprinzip als auch elektronische Verteiler.

Ass. jur. Anita Merten-Traut ist Geschäftsführerin des Mietervereins Trier.

www.mieterverein-trier.de

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