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Ein Hoch auf Hochbeete und Stockrosen

Ein Hoch auf Hochbeete und Stockrosen

Gesundheitsvorsorge spielt auch bei der Gartenarbeit eine Rolle. So greift der TV heute das Anliegen einer Leserin auf, wie man ein Gemüsebeet in angenehmer Arbeitshöhe anlegt. Eine weitere Leseranregung betrifft Mittel gegen die Pilzkrankheit Malvenrost an Stockrosen.

Bitburg/Trier. Leserin Frau Rummel regte im TV-Service-Center in Bitburg an, etwas über Hochbeete zu schreiben.

Die Vorteile des kastenförmigen Beetes auf Arbeitshöhe sprechen für sich: Der Rücken wird bei der Gartenarbeit geschont. Man erntet gesundes Gemüse mit hohen Erträgen auf kleiner Fläche und kann Schädlinge leichter abwehren. Selbst auf Balkon und Terrasse ist eine Hochbeet-Kultur mit hüfthohen Fertigmodellen möglich.

Standardmaße für selbst gebaute Kästen sind 120 bis 150 Zentimeter Breite und 80 bis 100 Zentimeter Höhe, Länge nach Platz. Besteht die Grundfläche aus Gras oder Rasen, sticht man diese plattenweise ab. Die Soden werden später verkehrtherum wieder eingefüllt. Nach unten sichert ein engmaschiger Kaninchendraht den Boden gegen Wühlmäuse. Die Befüllung kann mit zwei Dritteln Mutterboden und einem Drittel reifen Komposts erfolgen oder in der Tradition des Hügelbeets. Hier besteht die unterste Schicht aus Reisig aller Art. Darüber folgen die Rasensoden und einige Schaufeln voll Erde. Die nächsten Lagen bestehen aus einer etwa 25 Zentimeter dicken Schicht halbreifen Komposts, wahlweise Herbstlaub mit ein paar Schaufeln Erde dazwischen, wenn möglich fünf Zentimeter verrottetem Stallmist und reifem Kompost. Das trägt die so wichtigen Regenwürmer ein. Die oberste Schicht Kompost wird durchgesiebt. Bepflanzt wird wie jedes andere Gemüsebeet. Da die unterste Schicht mit der Verrottung zusammensackt, jedes Jahr Kompost nachfüllen. Nach fünf bis sechs Jahren sollte man die Schichtung im Hochbeet neu aufbauen.

Ein schöner Aufbau ihrer Stockrosen treibt Dorothea Weber aus Wiltingen an. Sie schreibt: "Im Sommer bekommen sie vor der Blüte immer vertrocknete Blätter" und bittet um einen Rat.

Stockrosen sind leider bekannt für ihre Anfälligkeit gegenüber Malvenrost. Vor allem gefüllte Sorten zeigen die typisch rotbraunen Pusteln der Pilzkrankheit, die die Blätter wie vertrocknet wirken lassen. Weniger betroffen sind Einfachblütige.

Beste Erfahrungen liegen mit der gelbblütigen Ausdauernden Stockrose (Alcea rugosa) vor. Eine Alternative stellen auch die relativ neuen, halbgefüllt wirkenden Park-Hybriden dar. Sät man Stockrosen selber aus, geschieht das im Frühling in einen Topf. Im Sommer kann man die Zweijährigen, die erst im nächsten Jahr zur Blüte kommt, dann problemlos an ihren endgültigen Gartenstandort verpflanzen. Das sollte nie an gleicher Stelle sein. Dort, wo vorher bereits Malvengewächse standen, ist die Gefahr einer Malvenrostinfektion hoch.

Stockrosen wollen nährstoffreich, aber nicht mit Stickstoff überdüngt stehen. Vorbeugend kann man die Pflanzen mit Schachtelhalm-Brühe (gibt es als Extrakt im Handel) oder biologischen Stärkungsmitteln beispielsweise auf Knoblauchbasis stärken. Tritt der Malvenrost dennoch auf: Befallene Stellen sofort abpflücken und in der Mülltonne entsorgen.