Einer kann fast alles

Ein neuer Fernseher steht weit oben auf so manchem Wunschzettel. Die Stiftung Warentest hat 24 LCD-Geräte mit Bildschirmdiagonalen zwischen 80 und 107 Zentimetern getestet. Vier "Gute" gibt's für unter 1000 Euro.

Trier. (red/td) Ein Ergebnis vorneweg: Der Testsieger Philips 32PFL9604H für 995 Euro macht es fast allen recht: Er hat meist ein "gutes" Bild, ist dank weitem Betrachtungswinkel auch für größere Zuschauerrunden geeignet, und seine Lautsprecher klingen ordentlich.

Drei noch günstigere Fernseher von Sony schneiden ebenfalls "gut" ab. Sonst liegen eher Modelle mit höheren Preisen vorn.

Bildquelle spielt eine große Rolle



Bilder kommen über viele Wege auf den Schirm: digital oder analog, über interne oder externe Fernseh-Empfänger, von DVD, Blu-ray-Scheibe oder Speicherstick. Meist variiert die Bildqualität je nach Signalquelle. Daher muss man nach persönlichem Fernsehverhalten entscheiden, für welche Signalquellen eine hohe Bildqualität besonders wichtig ist. Nur der erwähnte Philips hat im Test bei fast allen Quellen ein "gutes" Bild.

Wer öfter mit mehreren Personen fernsieht, sollte zudem auf einen möglichst weiten Betrachtungswinkel achten, sonst wirkt das Bild von der Seite betrachtet flau. Neun Geräte im Test schneiden hier "gut" ab. Bei der Suche nach dem richtigen Fernseher sollte man sich nicht allein nach vielbeworbenen technischen Merkmalen wie FullHD oder 100 Hertz (Hz) richten.

Das FullHD-Logo ziert Geräte mit einer besonders hohen physikalischen Bildschirmauflösung von 1080 Bildzeilen. Doch eine hohe Auflösung bedeutet noch keine überlegene Bildqualität, schon gar nicht bei Geräten mit einer Bildschirmdiagonalen von unter einem Meter. Bei ihnen ist die hohe Auflösung eher überflüssig, da man den Unterschied kaum bemerken dürfte. Tatsächlich haben im Test immerhin auch vier Geräte mit nur 768 Bildzeilen ein "gutes" Bild.

Techniken zur Bewegungsoptimierung wie die 100-Hertz-Technik sollen das Bildruckeln etwa bei Kameraschwenks mindern, führen aber oft zu anderen Bildfehlern. Nur beim Sony KDL-32W5500 für 785 Euro ist die 100-Hertz-Technik so gelungen, dass die Tester ihre Aktivierung uneingeschränkt empfehlen. Bei den übrigen Geräten muss man zwischen Ruckeln und anderen Fehlern abwägen - und wird 100 Hz dann oftmals lieber deaktivieren.

Eine traditionelle Schwäche von flachen Fernsehern ist die Tonqualität. Meist sind die Lautsprecher einfach zu klein, um einen ordentlichen Klang zu bieten.

Wer Wert auf perfekten Sound legt, kommt daher um eine externe Stereo- oder Surround-Anlage nicht herum. Im Test ist der Ton der internen Lautsprecher bei sieben Modellen so schwach, dass er über ein "Ausreichend" nicht hin auskommt.

Doch es geht auch besser: Acht Geräte schaffen immerhin einen "guten", der 2300 Euro teure Loewe Connect 37 überrascht sogar mit "sehr gutem" Ton.

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