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Ernährungskolumne zu gekeimten Kartoffeln.

Ernährungskolumne : Gekeimte Kartoffeln essen?

Wer Kartoffeln länger lagert stellt schon mal fest, dass sie anfangen zu keimen. Dann stellt sich die Frage, ob sie noch essbar sind. Bei „haushaltsüblicher Lagerung“ zwischen 12 bis 14 Grad oder wärmer keimen Kartoffeln aus.

Dieser Prozess beginnt bereits im Supermarkt.

Am Anfang, wenn die Länge des Keims etwa einen Zentimeter beträgt, verändert sich der Solaningehalt in der Knolle nur gering. Stark ausgetriebene Knollen mit langen Keimen über zehn Zentimeter Länge weisen allerdings nicht nur erhöhte Mengen an dem schwach giftigen Solanin aus, sondern verlieren auch deutlich an Inhaltsstoffen wie Vitaminen, Mineralien und Eiweiß. Daher sind diese Knollen nicht mehr zum Verzehr geeignet. Das gleiche gilt auch für stark ergrünte Knollen, die zu viel Licht ausgesetzt waren.

Die richtige Lagerung und Zubereitung der Kartoffeln ist das A und O. Die Erdäpfel sollten möglichst unter 15 Grad, trocken und dunkel gelagert werden. Nach dem Kauf sollte der Folienbeutel entfernt werden. Darin kann es zur Feuchtigkeitsbildung und dadurch zu Schimmelbefall kommen.Ist kein kühler Vorratsraum vorhanden, so ist der Einkauf kleinerer Mengen Kartoffeln sinnvoll, die rasch aufgebraucht werden können.

Im neuen Lebensmittelforum der Verbraucherzentrale unter https://www.lebensmittel-forum.de gibt es Antworten auf viele weitere Fragen. Dort können auch Aufreger und Ärgernisse gemeldet werden.

Susanne Umbach ist Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

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