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Ernährungskolumne zu Obstriegeln und Fitmachern.

Kolumne Mahlzeit : Snacks für zwischendurch

Wenn der kleine Heißhunger kommt, greifen Viele zu einem Schokoriegel – als Fitmacher für zwischendurch. Allerdings gehen solche Snacks klar auf das Süßigkeiten-Konto, denn sie sind wahre Zucker- und Fettfallen.

Viel gesünder wirken dagegen Fruchtschnitten. Es gibt sie mit und ohne Oblaten. Häufig wird ein hoher Fruchtanteil beworben. Als vermeintlich gesunde Zwischenmahlzeit landen sie gerne in Schulranzen, Aktentaschen, Sportbeuteln oder Wanderrucksäcken.

Aber was steckt drin, sind sie wirklich gesünder als ihre schokoladigen „Schwestern und Brüder“? Hauptzutaten sind meist getrocknete Obstsorten wie Rosinen, Datteln, Mangos oder Aprikosen. Der Blick auf die Nährwerttabelle zeigt jedoch, dass sie im Schnitt fast zur Hälfte aus Zucker bestehen. Häufig enthalten sie nicht nur den, von Natur aus vorhandenen, konzentrierten Zucker aus getrockneten Früchten, sondern noch weitere süße Zutaten wie Fruchtsaftkonzentrate, Ahornsirup, Honig, Fruktose und so weiter. Diese zusätzlichen Süßmacher sind definitiv zu viel. Ein Pluspunkt haben Obstriegel dennoch: Im Vergleich zu anderen Süßigkeiten liefern nämlich die Trockenfrüchte aus dem Riegel dem Körper mehr Ballast- und Mineralstoffe sowie Vitamine.

Aber warum nicht gleich zu puren, ungesüßten Trockenfrüchten greifen? Gepaart mit Nüssen, Mandeln und Saaten wird daraus das beliebte Studentenfutter – ein optimaler Snack, praktisch auch zum Mitnehmen. Als Zwischenmahlzeit eignen sich auch frisches Obst, Gemüse-Sticks oder/und eine Vollkorn-Stulle. Dieses Fingerfood ist eine ideale Stärkung für zwischendurch und lässt sich bequem in die Proviant-Dose für unterwegs einpacken. Das ist besonders wichtig für Kinder, die zwischen den Hauptmahlzeiten ihre Energiereserven auffüllen müssen. So bleiben sie mobil beim Lernen, Toben und Spielen.

Susanne Umbach ist Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

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