Ernährungskolumne zu selbstgemachter Tomatensoße.

Ernährungskolumne : Sommer im Glas: Tomatensoße

Frische, heimische Tomaten gibt es jetzt noch auf dem Markt. Also schnell zugreifen und einen Wintervorrat einkochen. Im Gegensatz zur gekauften Soße oder zu verarbeiteter Ware weiß man dann genau, wo die aromatischen Früchtchen herkommen.

Anbieter müssen nämlich bei verarbeiteten Produkten nicht den Ursprung der Rohstoffe preisgeben. Das ist wenig verbraucherfreundlich und eine große Lücke bei den Vorschriften zur Kennzeichnung.

Denn wer weiß schon, dass die Tomaten für Dose, Tube oder Glas häufig in China angebaut werden, um anschließend über 8000 Kilometer nach Italien transportiert, dort weiterverarbeitet und für den europäischen Markt verpackt zu werden?

Also lieber mal selbst den Kochlöffel schwingen und die Tomatensoße aus heimischen Produkten auf Vorrat einkochen. Unser Rezept für etwa drei Gläser à 500ml lautet:

5 kg saftige, reife Tomaten

1,5 kg Zwiebeln

3 EL Olivenöl

einige Stängel Rosmarin

etwa 60g-80g weitere Kräuter wie Basilikum, Oregano, Thymian

etwa 10is 15 Knoblauchzehen

Salz

Zunächst werden Zwiebeln, Knoblauch und Rosmarin gehackt und in einem großen Topf in Olivenöl angebraten, dann kommen die zerkleinerten Tomaten dazu. Die Masse für mindestens eine Stunde zugedeckt köcheln lassen und zwischendurch immer wieder umrühren. Die restlichen gehackten Kräuter hinzugeben, mit Salz und einer Prise Zucker abschmecken. Das Ganze wird püriert.

Das hat den Vorteil, dass das lästige anfängliche Enthäuten der Tomaten wegfällt. Die fertige Soße kann in die zuvor mit kochendem Wasser sterilisierten Twist-off-Gläser abgefüllt werden. Die Gläser fest zudrehen. Wenn die im Glas verbleibende Luft abkühlt, stellt sich ein Vakuum ein: Der Deckel geht mit einem Plopp etwas nach innen. An einem kühlen, dunklen Ort lässt sich die Tomatensoße für mindestens drei Monate lagern.

Übrigens: Durch das Erhitzen wird der sekundäre Pflanzenstoff Lykopin in den Tomaten besser vom Körper aufgenommen. Dieses Carotinoid verleiht Tomaten ihre rote Farbe und soll mit seiner antioxidativen Wirkung gut für die Gesundheit sein.

Susanne Umbach ist Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Weitere Kolumnen: www.volksfreund.de

Mehr von Volksfreund