Ernährungskolumne zum Thema Lebensmittelschädlinge.

Kolumne Mahlzeit : Fliegen, Motten & Co. bekämpfen

Wer kennt das nicht: Gerade wollte man sich einen Apfel gönnen und beim Griff in die Obstschale fliegen erst mal Dutzende von Fruchtfliegen auf, oder beim Kuchenbacken kommen einem beim Öffnen der Mehltüte die Lebensmittelmotten entgegen.

Was tun? Grundsätzlich gilt für Vorratsschädlinge: Vorbeugen ist besser als bekämpfen!

Wer neu gekaufte Lebensmittel auf Befall mit Lebensmittelmotten kontrolliert, nicht zu große Mengen einlagert und die Vorräte in verschließbare Behälter füllt, schiebt dem Einzug der lästigen Plagegeister einen Riegel vor. Sind die Biester doch ins Haus eingezogen, kann man sie mit Pheromonfallen (Leimstreifen) ungiftig bekämpfen.

Obst und andere Lebensmittel, die bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden, sind bei sommerlicher Wärme oft von Fruchtfliegen befallen. Gesundheitlich ist dies unbedenklich. Sie können aber Fäulnisbakterien und Hefen übertragen, wodurch Lebensmittel schneller verderben. Bei hohen Temperaturen entstehen rasch Schwärme. Besser also kleinere Mengen Obst kaufen, um lange Lagerzeiten zu vermeiden. Wichtig ist auch, dass Früchte und Essensreste, aber auch Wein, Obstsäfte und Essig, nicht offen herumstehen.

Was nicht in ein bis zwei Tagen verbraucht wird, sollte man in geschlossenen Gefäßen und im Kühlschrank aufbewahren. Wer erste Fruchtfliegen entdeckt, kann sie mit Lockstoff-Fallen aus dem Handel bekämpfen. Wirksam ist auch ein Gemisch aus Apfelsaft oder Essig mit einem Spritzer Spülmittel.

Susanne Umbach ist Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

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