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Ernährung
Es geht auch mit weniger Verpackung

Susanne 
Umbach.
Foto: privat
Susanne Umbach. Foto: privat FOTO: Stefan F. Saemmer
In der Europäischen Woche der Abfallvermeidung dreht sich vieles um die schmutzigen Themen Abfall und Müll – und vor allem, wie er zu vermeiden ist. Hier unsere Tipps:

Plastik einen Korb geben

Auch Beutel aus Papier und sogenanntem Biokunststoff sind keine Alternative zur Plastiktüte. Nur wer beim Einkauf auf wiederverwendbare Stoffbeutel, Taschen, Körbe und Co. setzt, schont die Umwelt.

Außen hui, Innen pfui

Viele Produkte sind unnötig verpackt. Gerade zu Anlässen wie Weihnachten oder Silvester werden Süßwaren und Co. in üppigen „Mogelpackungen“ angeboten. Diese sind zwar oft attraktiv anzusehen, aber zu welchem Preis? Dieser Verpackungswahn schadet nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Geldbeutel. Meistens muss man für weniger Inhalt noch tiefer in die Tasche greifen. Verbraucher haben die Wahl und können versuchen, auf unnötig Verpacktes zu verzichten.

Das kommt nicht in die Tüte

Frisches Obst und Gemüse braucht keine dünnen Plastiktütchen: Banane, Avocado, Zwiebeln und Co. können auch „nackig“ auf das Kassenband. Für empfindliche Obst- und Gemüsesorten sind kleine Mehrwegnetze ideal. Immer mehr Händler bieten sie an.

Mehrwegbecher statt To-Go

Immer mehr Menschen und Unternehmen beteiligen sich an der Initiative, einen eigenen Mehrweg-Becher für Getränke To-Go zu verwenden. Immerhin landen alleine in Deutschland jede Stunde 320 000 Einwegbecher im Müll. Mitmachen und den eignen Becher nutzen. Oder es anders machen und den Kaffee altmodisch im Café aus einer Porzellantasse genießen. Das ist Entspannung pur und Entschleunigung in der Vorweihnachtshektik.

Einweg ist kein Weg

Beim Getränke-Kauf auf die Kennzeichnung der Flasche achten – denn Pfand bedeutet nicht gleich Mehrweg. Ganz im Gegenteil: Der Großteil der Getränke wird in Einwegflaschen abgefüllt. Die umweltfreundlicheren Alternativen erkennt man an Siegeln wie „Der blaue Engel“ oder „Für die Umwelt – Mehrweg“ und Aufschriften wie Leih-/Mehrweg- oder Pfandflasche. Einweg-Verpackungen verbrauchen mehr Energie und Ressourcen. Auch wenn diese am Automat zurückgegeben und teils recycelt werden. Nach wenigen Zügen ist diese Flasche „Ex und Hopp“ und wird Abfall.

Mehr Infos zum plastikfreien Leben und zur Abfallvermeidung gibt es auf unserer Internetseite unter www.verbraucherzentrale-rlp.de/leben-ohne-plastik-antworten-auf-haeufige-fragen-26549

Susanne Umbach, Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

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