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Es muss kein Mini-Job sein

Es muss kein Mini-Job sein

Wer nach der Babypause zurück in den Beruf kehrt, sollte sich nicht unter Wert verkaufen.

Stuttgart (dpa/red) Drei, vier und manchmal zehn Jahre steigen manche Frauen wegen der Kinder aus dem Job aus. Wollen sie dann in den Beruf zurückkehren, sind viele unsicher. "Viele fragen sich: "Was kann ich denn noch?", sagt Ruth Weckenmann von der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit. Häufig hat sich auch der Beruf, in dem die Frauen einmal gearbeitet haben, stark verändert. Zum Beispiel in der Bank: Mitarbeiter müssten heute stärker als früher auch am Schalter vertriebsorientiert denken. Beides führe dazu, dass viele Frauen zu kleine Brötchen backen.
So manche Berufsrückkehrerin nehme dann erst einmal einen Minijob an oder eine Stelle deutlich unterhalb der eigenen Qualifikation, hat Weckenmann beobachtet, die sich mit Chancengleichheit am Arbeitsmarkt befasst. Das sei häufig jedoch nicht nötig. Sie rät dazu, sich auf jeden Fall von Wiedereinstiegsberatern bei der Arbeitsagentur coachen zu lassen. So eine Beratung sei kostenlos und stehe jeder Frau zu, die sich als arbeitssuchend meldet.
Viele machten den Denkfehler, zu glauben, dass aus dem Minijob irgendwann eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wird, erläuterte Weckenmann. Nach ihrer Erfahrung sei das in den meisten Fällen jedoch nicht gegeben. Wichtig sei außerdem, früh die Familie miteinzubeziehen und sich mit anderen Frauen zu vernetzen. Häufig bieten die Kommunen entsprechende Stammtische an.
Bei der Trierer Agentur berät Dagmar Klimperle Berufsrückkehrer unter Telefon, 0651/205-2050, E-Mail: trier.wiedereinstieg@arbeitsagentur.de