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Kolumne Mahlzeit
Etwas Warmes braucht der Mensch

Susanne 
Umbach.
Susanne Umbach. FOTO: Stefan F. Saemmer
Gerade bei sommerlichen Temperaturen ist der Appetit klein und die Lust zu kochen gering, und man fragt sich, ob eine warme Mahlzeit tatsächlich notwendig und wichtig ist.

Nach Möglichkeit sollte man tatsächlich täglich etwas Warmes essen. Denn der Speisezettel wird automatisch abwechslungsreicher, wenn gekocht wird. Außerdem müssen viele nährstoffreiche Lebensmittel gegart werden, bevor sie genusstauglich oder verdaulicher werden, wie etwa Reis, Bohnen, Hülsenfrüchte oder Kartoffeln. Die warme Mahlzeit muss aber nicht unbedingt die Mittagsmahlzeit sein. Sie kann auch auf den Abend verlegt werden. Dieses Modell bietet sich an, wenn Eltern berufstätig sind oder die Kinder zu unterschiedlichen Zeiten aus der Schule kommen. Da gerade an warmen Sommertagen der Hunger häufig nicht so groß ist, kann die Küche gerne einmal kalt bleiben. Wie gesund Rohkost ist, muss eigentlich nicht mehr betont werden. Etwa die Hälfte der täglichen Ernährung sollte nach den Prinzipien der Vollwertküche als „unerhitzte Frischkost“ gegessen werden. Gemüse und Obst sind an erster Stelle, dazu zählen aber auch beispielsweise Nüsse, Kräuter und Frischkorn. Wie praktisch für alle, die wenig Zeit haben! Bei der kalten Hauptmahlzeit kann also Rohkost ihr Talent zeigen: Entweder als üppiger Brotbelag, in Form von Gemüsesticks mit Quark-Dipp, italienisch mit Tomaten und Mozzarella oder als knackige Komponente im Salat aus Kartoffeln, Nudeln oder Reis und Co. Auch Speisen aus Obst und Milchprodukten können locker eine Mahlzeit ersetzen.

Susanne Umbach ist Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

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