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Exklusive Tipps gegen Vorratsschädlinge von der Verbraucherzentrale.

Kolumne Mahlzeit! : Was krabbelt denn da?

Ob Mehl, Nüsse, Schokolade, Kaffeepulver, Suppenwürfel, Hülsenfrüchte oder Kräuter und Gewürze – kaum ein Lebensmittel ist sicher vor einem Befall mit Vorratsschädlingen. Den Tierchen kommt das warme und eher feuchte Klima in den Küchen entgegen – besonders im Sommer.

Entsetzen und Ekel sind groß, wenn Gespinste, Maden, Motten, Ameisen und Co. entdeckt werden. Oft sind die Schädlinge schon beim Einkauf in den Trockenvorräten und finden so in Form von kleinen Eiern, Larven oder erwachsenen Tieren ihren Weg in Schränke oder Vorratskammern.

Was tun? Starke chemische Mittel sollte man meiden – diese können gesundheitliche Folgen haben. Bei der Bekämpfung helfen einfache Maßnahmen oft am besten.

Tipps zur Vorbeugung:

– Neu gekaufte Trockenvorräte auf einen möglichen Befall kontrollieren und in fest verschließ- bzw. verschraubbare geeignete Behälter umfüllen.

– Vorräte möglichst kühl und trocken lagern.

– Luftfeuchtigkeit beim Kochen möglichst gering halten – etwa durch Stoßlüften und Nutzung der Dunstabzugshaube, wenn diese nach außen führt.

– Keine zu großen Vorräte anlegen.

– Gaze/Fliegengitter vor allen Fenstern verhindern das Einfliegen von Vorrats- und anderen Schädlingen, wie Kleidermotten.

– Sollten sich trotz aller Vorsicht „Flattermann oder Krabbelfrau“ doch eingenistet haben, ist in den meisten Fällen eine Bekämpfung ohne gesundheitsbelastende Maßnahmen möglich, Biozide sind in der Regel nicht notwendig.

Tipps bei Befall:

– Betroffene Nahrung vernichten.

– Alle Vorratsschränke gründlich mit Essigwasser reinigen und wieder trockenreiben.

– Vorräte und Schränke im Anschluss häufig kontrollieren, möglichst alle zwei bis drei Tage.

– Falls noch nicht geschehen, die nicht befallenen Vorräte in fest verschließbare Behälter umfüllen.

– Bei einem Befall durch Ameisen sollte die „Eintrittsstelle“ außen am Gebäude gefunden und abgedichtet werden.

– Pheromonfallen können bei der Bekämpfung von Schädlingen nützlich sein. Pheromone sind synthetische Lockstoffe, die männliche Tiere anziehen, die dann auf der Falle kleben bleiben. Dadurch wird der Fortpflanzungszyklus unterbrochen und die Schädlinge können sich nicht weiter vermehren.

Wer doch einmal Biozide einsetzen möchte oder muss, sollte Köderdosen verwenden. Von Spray und Verdampfern ist abzuraten. Vor allem bei einem Befall mit Schaben und Pheromonameisen kann es erforderlich sein, einen professionellen Schädlingsbekämpfer hinzuzuziehen.

Susanne Umbach ist Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

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