1. Nachrichten
  2. Mehrwert

Fallen bei der Online-Bewerbung

Fallen bei der Online-Bewerbung

Online-Bewerbungen erfreuen sich bei Bewerbern und Unternehmen immer größerer Beliebtheit. Gerade in der Telekommunikations- und IT-Branche ist diese Form der Bewerbung inzwischen vielfach Standard. Doch Vorsicht: Auch hier drohen kleine Fehler den Erfolg zu durchkreuzen.

Trier. Für manchen Bewerber ist die Suche nach einem Job schon eine teure und aufwendige Geschichte geworden. Bewerbungsmappen, Hochglanzfotos, Zeugniskopien - und dann alles postalisch zum Empfänger. Das kostet Zeit, Geld und viele Nerven - vor allem dann, wenn das erhoffte Ergebnis auf sich warten lässt.Online-Bewerbungen haben viele Vorteile

Da bieten Bewerbungen über das Internet dem Jobsuchenden natürlich viele Vorteile. Die Online-Bewerbung ist mittlerweile nicht nur eine Form, derer sich Uni-Absolventen und Berufserfahrene bedienen, sondern inzwischen suchen auch viele jugendliche Schulabgänger, über dieses Medium mit ihren Berufswünschen ans Ziel zu kommen. Dabei gilt es allerdings auch einige formale Standards zu beachten, damit die eigene E-Mail nicht sofort im digitalen Papierkorb des Adressaten verschwindet.Einige große Unternehmen, etwa BMW, haben sogar schon entsprechende Bewerberbögen vorbereitet, die der Jobsuchende dann im Internet ausfüllen kann. Doch diesen Service bieten bei weitem nicht alle Firmen an. Wer sich daher entschließt, seine Bewerbung per E-Mail zu verschicken, sollte sich auf einige Tücken einstellen, die es zu umgehen gilt. Bevor eine E-Mail abgeschickt wird, sollte der Interessent sicher gehen, dass diese als Bewerbungsform überhaupt erwünscht ist - entweder telefonisch oder durch einen genauen Blick auf das Stellen-Inserat. "Wenn dort nicht explizit eine Mail-Adresse angegeben ist, sondern nur die Postanschrift, sollte im Zweifel immer der Postweg gewählt werden", raten Experten.Der Teufel steckt im Detail

 Eine Online-Bewerbung ist schnell, kostengünstig und unkompliziert. Mehr als die Hälfte der Bewerbungen gehen inzwischen per Mail an die Unternehmen. Foto: dpa
Eine Online-Bewerbung ist schnell, kostengünstig und unkompliziert. Mehr als die Hälfte der Bewerbungen gehen inzwischen per Mail an die Unternehmen. Foto: dpa

"Es ist wichtig, Fehler bei der selbst gestalteten Bewerbung zu vermeiden", sagt Sabine Recktenwald, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit in Trier. Die Arbeitsagentur bietet dabei den Bewerbern auch direkt Hilfe an. Auf der Internetseite " www.machs-richtig.de"; gibt es einige Tipps und Kniffe.So rät die Expertin etwa: "Eine E-Mail-Bewerbung unterscheidet sich weder inhaltlich noch formal von der klassischen Bewerbung. Deshalb: Sie sollten eine Online-Bewerbung mit der gleichen Sorgfalt erstellen wie eine herkömmliche Bewerbung." Hier einige Ratschläge, die Sie bei einer Online-Bewerbung unbedingt beherzigen sollten:{routv} Experten raten, E-Mails von einem kostenlosen Anbieter wie etwa Web.de oder GMX nicht direkt über das Internet zu versenden. Die Mails sind meist mit viel Werbung versehen. Um dies zu vermeiden, sollte ein Programm wie Outlook-Express verwendet werden. {routv} Wichtig ist auch, dass die Absende-Adresse nicht etwa "schmusehase88@...de" oder "trunkenbold1001@...de" lautet. Dann sollte sich der Absender lieber eine Absende-Adresse mit "vorname.name@...de" zulegen. {routv} Der Haupt-Fehler schlechthin ist es, die Betreffzeile leer zu lassen. Die E-Mail landet dann meist im Spam-Filter. {routv} Auch die Abkürzung ,MfG' für ,Mit freundlichen Grüßen' ist furchtbar und führt bei einigen Bewerbungen schon zum vorzeitigen K.o.{routv} Das Anschreiben verfassen Sie direkt in der E-Mail. Inhaltlich unterscheidet sich das Anschreiben nicht von einem klassischen Papieranschreiben. Außer: Es trägt keine Unterschrift, sondern eine sorgfältig formulierte "Signatur" mit Ihrem Namen, Vornamen, Adresse, Telefon, eventuell Fax und E-Mail-Adresse. Sie können das Anschreiben auch im Anhang als eigene Datei verschicken. {routv} Lebenslauf, Foto und eingescannte Zeugnisse sollten zur guten Übersichtlichkeit am besten in einem einzigen PDF-Dokument untergebracht werden.{routv} Bei Fotos lohnt es sich, auf Qualität zu achten. Selbst wenn sie schnell zur Hand ist: Eine Aufnahme aus dem letzten Urlaub sollte es nicht sein, auch Passfotos sind nicht mehr sehr verbreitet. Gängig sind qualitativ hochwertige Porträtfotos. Es sei denn, der Bewerber wird gerade durch das altmodische Passfoto schon wieder interessant. Persönlichkeit zählt nämlich immer - auch im Online-Zeitalter.{routv} Eine Test-Mail verschicken: Es ist sinnvoll, die komplette Online-Bewerbung zunächst an die eigene E-Mail-Adresse zu schicken. Grundlegende Fehler und Probleme fallen bei diesem Test auf und können verbessert werden.