Familienbande

Jetzt ist es fast geschafft: Weihnachten steht unmittelbar vor der Tür. Hinter uns liegt die längste Adventszeit seit langem - trotzdem war sie gefühlt für die meisten ebenso kurz und vollgepackt wie die Vorweihnachtswochen der vorherigen Jahre.

Nun gilt es, letzte Vorbereitungen für ein entspanntes Fest zu treffen. Vor allem die jüngeren Kinder sind meist sehr aufgeregt und müssen bis zur Bescherung einigermaßen sinnvoll beschäftigt werden. Wenn bislang noch wenig Zeit war, Weihnachtsgeschichten vorzulesen oder einen längeren Spaziergang zu machen, ergibt sich vielleicht jetzt die Gelegenheit. Den gleichen Zweck erfüllt selbstverständlich auch ein weihnachtlicher Familienfilm, der gemeinsam angeschaut wird. Das hilft auch den Erwachsenen dabei, runterzukommen und sich in festliche Stimmung zu bringen. Bei den letzten Einkäufen gilt es zu bedenken, dass Aufregung und reichlich gutes Essen, aber auch die jahreszeitlichen Viren gerade jetzt gern auf den Magen schlagen. Gut also, wenn man für den Fall der Fälle Zwieback und Tee im Haus hat und auch die Hausapotheke für Groß und Klein ausreichend bestückt ist. Gegen den weit verbreiteten Feiertagskoller ist leider bislang noch kein wirksames Kraut gewachsen - außer vielleicht der Devise, dass nach ungewohnt intensivem Zusammenhocken jedes Familienmitglied auch das Recht haben sollte, sich eine Zeitlang zurückzuziehen und sein eigenes Ding zu machen. Auch die beste Vorbereitung schützt aber bekanntlich nicht vor Überraschungen. Daher wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie, dass in diesem Jahr die angenehmen Überraschungen überwiegen und Sie gemeinsam das Fest in vollen Zügen und ganz nach Ihrem Geschmack genießen können. Fröhliche Weihnachten! Petra Gottwald ist Diplom-Psychologin und stellvertretende Leiterin der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Palais in Trier. Palais-ev.de