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Gibt man im Netz den Suchbegriff "Weihnachten" ein, erhält man über 80 Millionen Ergebnisse. Da werden Tipps für Geschenke, Festtagsrezepte und Dekoration gegeben, und es wird mit versandkostenfreier Bestellung bis kurz vor den Feiertagen geworben.

Auch Bastelideen und Texte bekannter Weihnachtslieder sind dabei, aber in erster Linie geht es ums Geldausgeben. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass Weihnachten nur richtig begangen werden kann, wenn man viel hat und möglichst noch mehr bekommt. Keine Angst, es geht jetzt nicht mit erhobenem Zeigefinger weiter. Geschenke, festliches Essen und Weihnachtsschmuck sollen niemandem verleidet werden. Aber ein wenig Nachdenken darüber, was wirklich wichtig ist und welche Werte wir unseren Kindern vermitteln möchten, bietet sich gerade in der Weihnachtszeit an. Im Gegensatz zu vielen Menschen überall auf der Welt, aber auch gleich um die Ecke, geht es uns vergleichsweise gut. Natürlich könnte es immer noch ein wenig besser sein, ein wenig mehr - aber wirkliche Not haben die meisten zum Glück noch nicht am eigenen Leib erleben müssen. Darüber kann und sollte man in der Familie ab und zu einmal sprechen. Ganz im weihnachtlichen Sinne großzügig zu sein und seine Mitmenschen nicht im Regen stehen zu lassen fällt leichter, wenn man weiß, wie gut man es hat. Petra Gottwald ist Diplom-Psychologin und stellvertretende Leiterin der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Palais in Trier. palais-ev.de

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