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Technik
Fernsehen in Trier: Das sollten Sie zur Umstellung wissen

Trier. Antennenfernsehen wird im November umgestellt. Experten beantworteten zahlreiche Leserfragen am TV-Telefon. Von Katja Bernardy

Die letzte der drei Umstellungsphasen beim Digitalen Antennenfernsehen in bester HD-Qualität läuft in den Regionen Eifel, Mosel-Saar, Pfalz und Kaiserslautern am 28. November. Zahlreiche TV-Leser hatten dazu Fragen an die drei Experten am Volksfreund-Telefon.

Für was steht eigentlich DVB-T2 HD?

Michael Gundall, Fernsehexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz:

Das ist die Abkürzung für „Digital Video Broadcast – Terrestrial 2 – High Definition“. Übersetzt: Digitale Fernsehübertragung terrestrisch, letzteres wiederum heißt über Antenne. „High Definition“ heißt in hoher Auflösung. Die Zwei steht für die zweite Generation, also die Weiterentwicklung des bisherigen Standards.

Ich wohne in Bitburg und habe bisher analog Kabelfernsehen geschaut. Im August habe ich den Kabelanschluss gekündigt. Ich möchte nun zu DVB-T2 wechseln. Kann ich die Antenne, die ich noch auf dem Speicher habe, jetzt nutzen?

Gundall: Ja, die Antenne können Sie wieder nutzen und dann DVB-T2 HD, wie es vollständig heißt, schauen. Meist spricht man landläufig von DVB-T2.

Geht bei mir DVB-T2 schon? Ich wohne in Schweich und habe eine Dachantenne.

Stefan Rettner, Betriebsingenieur, Programmverbreitung SWR: Nein, am 28. November wird das herkömmliche Antennenfernsehen in Trier eingestellt und durch DVB-T2 HD ersetzt.

Die Dachantenne können Sie weiter nutzen.

Seit Jahren empfange ich in Trier-Mariahof das alte DVB-T. Ich freue mich über die sehr gute Qualität, die noch besser als Kabelfernsehen ist. Ab wann kann ich T2 empfangen? Wird das Bild dann noch besser?

Rettner: Ja, die Bildqualität wird noch besser und Sie können noch mehr Programme empfangen.

Nach der Umstellung kann man ja mehr Programme empfangen. Ich habe gehört, dass man das Angebot mit Hilfe des Internets noch ausweiten kann. Stimmt das?

Rettner: Ja, mit Hilfe des Internet Link Services (ILS) können Sie mit einem HbbTV-fähigen Endgerät zusätzliche Programme über das Internet auf ihrem Fernsehbildschirm empfangen. Voraussetzung ist ein Empfangsgerät, das an das Internet angeschlossen ist und mindestens den HbbTV-Standard 1,5 mit MPEG-DASH-Funktion unterstützt.

In meinem Bügelzimmer möchte ich nach der Umstellung einen alten Fernseher anschließen, damit meine Frau dort beim Bügeln Fernsehen schauen kann. Was muss ich beachten?

Rettner: Sie benötigen eine Set-Top-Box oder schaffen Sie sich einen neuen modernen Fernseher mit eingebautem DVB-T2 HD-Empfang an.

Ich lebe in Bitburg und bin Vodafone Kabel Deutschland-Kunde. Seit der Volldigitalisierung ist die Musikanlange stumm. Woran kann das liegen?

Rettner: Es gibt ein Adapterkäst­chen, das aus dem digitalen Kabelradio ein analoges Signal macht – und die Musikanlage müsste dann wieder spielen. Wenden Sie sich dafür an Ihren Radio- und Fernsehtechniker.

Beim Kauf eines Satellitenempfängers war eine HD-Karte dabei. Kann ich damit HD-Programme empfangen und ab wann zahle ich dafür?

Klaus Steffens, Direktor Technik, Freenet-TV/Media Broadcast: Die Karte ist für den Empfang der privaten HD-Programme notwendig. Nach einer kostenlosen Freiphase von drei bis sechs Monaten, währenddessen man die Programme testen kann, kann man sich entscheiden, ob man die Karte weiter nutzen möchte. Erst ab diesem Zeitpunkt fallen dann Kosten an.

Wir haben zurzeit keinen Fernsehempfang in Trier. Liegt das schon an der Umstellung?

Steffens: Die Umstellung von DVB-T2 HD erfolgt am 28.11. Eine Störung im Empfang des Programms hängt wohl eher mit einem Problem in dem jeweiligen Kabelnetz zusammen. Wenden Sie sich bitte an Ihren Anbieter.