Früchte gesucht, Aroma gefunden

Fruchtjogurt steht nach wie vor für zwischendurch oder als Dessert hoch im Kurs bei den Deutschen. Besonders beliebt ist die Sorte Erdbeere.

 Susanne Umbach.Foto: privat

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Foto: Stefan F. Saemmer (g_mehrw

Becher mit bunten Abbildungen von prallen Früchten machen Appetit. Aber wieviel Obst steckt eigentlich wirklich drin? Sechs Prozent Fruchtanteil sollte ein Erdbeerjogurt mindestens enthalten. Darauf hat sich die Lebensmittelwirtschaft geeinigt. Auf einen 150-Gramm-Becher kommen somit mindestens neun Gramm Frucht, das entspricht etwa einer halben Erdbeere. Setzen Hersteller nur auf diese kleinen Mengen, lässt sich allein mit dieser Zutat kein deutlicher Fruchtgeschmack erzielen. Häufig wird aus der Trickkiste nachgeholfen: Aroma sorgt für mehr Geschmack und rote Bete-Saft für eine ansprechende Farbe. Dass "lecker" auch ohne Aroma-Nachhilfe geht, beweisen etliche Anbieter, die auf deren Einsatz verzichten, allen voran viele Bio-Hersteller. Wer es richtig fruchtig mag, rührt seinen Erdbeerjogurt selber und setzt nicht auf Industrieware. Man mische zwei Teile Naturjogurt mit einem Teil Erdbeeren. Je nach Süße der Früchte und nach eigener Vorliebe kann mit etwas Zucker abgeschmeckt werden, ein Klecks geschlagene Sahne sorgt zudem für mehr Cremigkeit. Übrigens sind Erdbeeren echte Sensibelchen: sie sind sehr druckempfindlich, auch ihr Aroma verfliegt schnell. Besonders im milchsauren Jogurt-Milieu leidet der Geschmack. Um den Verlust zu minimieren, setzen Anbieter auf zwei getrennte Schichten. Wie früher werden Jogurt und Frucht erst beim Essen mit dem Löffel verrührt.Susanne Umbach ist Ernährungsreferentin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Sie gibt Tipps zur Ernährung. Haben Sie Fragen? Schreiben Sie an: ernaehrung@volksfreund.de. TV-Kolumnen finden Sie im Internet auf <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/kolumne" text="www.volksfreund.de/kolumne" class="more"%> Mahlzeit