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Für die gefiederten Freunde

Für die gefiederten Freunde

"Fasten", "Bikini", "wegen der Figur" - Wortfetzen, aufgeschnappt im Vorübergehen. Die Badegäste in unserem Garten sehen das anders.

Sie futtern sich dicke Bäuche an. Uns soll's recht sein, wenn Vögel die Pflanzen von Läusen, Raupen und anderen Schädlingen befreien. Damit sie sich rundum wohlfühlen, stehen drei Vogeltränken parat.

Die Keramikteller sind nicht tiefer als zehn Zentimeter. Getrunken wird hier auch. Aber richtig Spaß macht erst das Baden. Ich könnte Amsel, Drossel, Fink und Star stundenlang zuschauen. Doch meist dauert die Vogelwäsche nur ein paar Minuten. Der Feind könnte sich anschleichen - deswegen auf nicht zu dichten Bewuchs an der Vogeltränke achten! Katzenwäsche ist es trotzdem nicht: Erst wird das Köpfchen eingetaucht, dann planschen die Flügel kräftig mit - zack, dicke Wassertropfen übers Gefieder gespritzt - immer wilder taucht die Meise ein. Wichtig ist ein An- und Abflugbaum in unmittelbarer Nähe. Geeignet sind kleinkronige Bäume und Sträucher. Unser Rotkehlchen sitzt am liebsten auf dem Weidenbäumchen. Die Singdrossel bevorzugt die etwas höhere Warte der ausgewachsenen Zaubernuss.

Der Lieblingsbaum aller Singvögel ist die Scheinhasel - meiner derzeit übrigens auch. Von März bis April schmücken glockig herabhängende, hellgelbe Ähren mit leichtem Primelduft den nur 1,50 Meter hohen Strauch. Im Herbst färbt er sich gelb. Der auch Schlüsselblumenstrauch genannte Frühlingsblüher empfiehlt sich vor allem für kleine Gärten.

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