1. Nachrichten
  2. Mehrwert

Garten-Kolumne: Nicht alles ist Unkraut, was als solches daherkommt.

Kolumne Mein schöner Garten : Warum es nicht egal ist, wohin man welche Pflanze setzt

Sieh’ mal wie schön, begeistert sich eine Frau im Gartencenter, „die nehmen wir mit“. „Wir haben doch gar nicht den richtigen Standort dafür“, grummelt ihr Begleiter. „Wir finden schon irgendeinen Platz.“ Mit „irgendeinem Platz“ ist es natürlich nicht getan.

Es gibt wenige Dinge, die so wichtig für das gute Gedeihen einer Pflanze sind, wie der passende Standort. Das klingt banal, birgt aber den Schlüssel zum Erfolg. Ein Beispiel: Rhododendren lieben lichte Standorte. Ursprünglich sind sie im Schutz lichter Wälder beheimatet. Im Garten gefällt es ihnen daher am besten dort, wo sie morgens und abends Sonne haben. Niemals sollte man für Rhododendren die heißesten Standorte im Garten wählen. Die pralle Mittags- und Nachmittagssonne ist Gift für sie. Reben dagegen lieben es voll sonnig. Mittagssonne ist ihnen gerade recht. Setzt man sie auf einen „Rhododendron-Platz“, der nur die Morgen- und Abendsonne abbekommt, hat das für Weinreben große Nachteile. Sie werden anfälliger gegen Pilzkrankheiten. Tau- oder regennasse Blätter können schlechter von der Sonne abgetrocknet werden. Schon im Sommer stehen die Weinstöcke dann mit Mehltaublättern da.

Weitere Kolumnen von Kathrin Hofmeister finden Sie im Internet unter volksfreund.­de­/garten