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Kolumne Mahlzeit: Grillsoßen sind echte Zuckerfallen

Kolumne Mahlzeit : Grillsoßen sind echte Zuckerfallen

Für manchen macht erst der passende Dip aus Würstchen, Spieß und Co. ein gelungenes Grillmenü. Passend zur Saison bieten die Supermärkte eine reiche Palette an Soßen an. Die Basis vieler Soßen besteht meist aus Wasser, Tomatenmark und Zucker – und davon reichlich! Bekanntermaßen rundet eine Prise Zucker auch den Geschmack von Herzhaftem ab. Aber ein Blick auf Zutatenliste empfiehlt sich, damit nicht aus Versehen eine Grillsoße im Einkaufswagen landet, die zu mehr als einem Drittel aus Zucker besteht.

Für manchen macht erst der passende Dip aus Würstchen, Spieß und Co. ein gelungenes Grillmenü. Passend zur Saison bieten die Supermärkte eine reiche Palette an Soßen an. Die Basis vieler Soßen besteht meist aus Wasser, Tomatenmark und Zucker – und davon reichlich! Bekanntermaßen rundet eine Prise Zucker auch den Geschmack von Herzhaftem ab. Aber ein Blick auf die Zutatenliste empfiehlt sich, damit nicht aus Versehen eine Grillsoße im Einkaufswagen landet, die zu mehr als einem Drittel aus Zucker besteht.

 Beispiel: Auch wer kein Liebhaber von Süßigkeiten ist, isst nicht automatisch zuckerarm. Im Klassiker Ketchup stecken etwa 20 Gramm Zucker pro 100 Gramm, und so manche Barbecuesauce kommt sogar auf bis zu 40 Gramm. So landen mit einem Klecks Grillsauce schnell 25 Gramm Zucker auf dem Teller. Und das ohne Naschen. Theoretisch müsste man den Dip also wie eine Süßigkeit bewerten.

Es geht aber auch anders, nämlich selbst gemacht. Auf Basis von Tomaten – als Tomatenmark oder in pürierter Form – sowie Wasser, Salz und Pfeffer ist schnell ein eigenes Ketchup kreiert. Etwas Süße rundet das Aroma fein ab. Dazu genügt ein Teelöffel Honig, Ahornsirup oder Apfelmus. Je nach Geschmack können weitere Zutaten sowie Kräuter und Gewürze ergänzt werden. Geräuchertes Paprikapulver sorgt für einen besonderen Rauchgeschmack. Diese Zutat ist in gut sortierten Supermärkten und Feinkostläden zu finden. Je nach Menge liefert sie ein leichtes bis starkes Raucharoma.

Wir alle lieben Zucker und essen zu viel davon. In Deutschland liegt der Zuckerkonsum mit durchschnittlich 100 Gramm am Tag doppelt so hoch wie die Empfehlung von Ernährungsexperten, die für Erwachsene bei maximal 50 bis 60 Gramm pro Tag liegt. Ginge es nach der Weltgesundheitsorganisation (WHO), wären sogar nur 25 Gramm Zucker täglich okay.

Übrigens: Nicht nur bei Kindern, aber besonders bei ihnen, ist es wichtig, auf die Zuckerzufuhr zu achten. Der Gaumen gewöhnt sich sehr schnell an den süßen Geschmack mit der Folge, dass man verstärkt zu Süßem greift.

Susanne Umbach ist Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

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