Gurken für jeden Geschmack: Jetzt ist Haupterntezeit.

Kolumne Mahlzeit : Vielfältiges Sommergemüse

Als „Saure-Gurken-Zeit“ werden die Sommermonate bezeichnet, wenn in den Medien Nachrichtenflaute herrscht. Kulinarisch gesehen ist der Sommer jedoch alles andere als langweilig. Es gibt Obst und Gemüse in Hülle und Fülle.

Beispiele sind kleine Einlegegurken oder größere Schmorgurken, eine Variante der Salatgurke. Die Saisonware gibt es von Juli bis Mitte September frisch aus dem Freiland zu kaufen. Der Verzicht auf energieaufwendige Treibhäuser und die überflüssige Plastikhülle schmecken auch dem Klima gut.

Schmorgurken sind nur begrenzt haltbar und kälteempfindlich. Sie sollten besser nicht im Kühlschrank gelagert werden. Es ist ratsam, sie alsbald zu verarbeiten.

Kein Problem bei der Vielfalt an Rezeptideen: Wie wäre es mit erfrischendem Zsatziki zu Pellkartoffeln oder Gegrilltem? Auch der klassische Gurkensalat „kommt immer wieder gut an“.

Schmorgurken lassen sich – wie der Name schon belegt – zu leckeren Schmorgerichten verarbeiten. Das geht so: Gurken schälen, Kerngehäuse mit einem Löffel herauskratzen, in 2 bis 3 cm breite Stücke schneiden, mit oder ohne ausgelassenem Speck dünsten und je nach Geschmack mit Kräutern, Sahne und weiterem Gemüse wie Tomaten verfeinern. Mit Reis oder Kartoffeln sowie Schafskäse oder Frikadellen wird daraus eine vollwertige Mahlzeit.

Wer seine Vorratskammer mit eingelegten Gurken bereichern will, verwendet am besten nur kleine, feste und fleckenfreie Gurken. Größere Exemplare werden meist zu weich. Neben dem Einwecken beziehungsweise Einkochen ist das Einlegen in Essig und Salz eine probate Methode, um die Gurken haltbar zu machen und geschmacklich aufzuwerten. Sie bieten eine leckere Beilage zu Fleisch, Wurst und Käse.

Übrigens gehört das ausgeschälte Kerngehäuse nicht in den Müll, sondern lässt sich gleich beim Zubereiten vernaschen.

Susanne Umbach ist Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Salatgurken gibt es in vielen verschiedenen Varianten. Foto: dpa-tmn/Andrea Warnecke

Weitere Kolumnen: www.volksfreund.de

Mehr von Volksfreund