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Heizen mit Holzbriketts: Darauf sollte man beim Kauf achten

Heizen : Alles wird Glut: Was Verbraucher beim Kauf von Holzbriketts beachten sollten

Ob als Anfeuerhilfe oder als „Nachtwächter“, Holzbriketts sind beliebt – und ebenfalls teurer geworden. Was man beim Kauf beachten sollte.

Heizen mit Holz – das ist in Zeiten steigender Energiepreise eine sich aufdrängende Alternative. Doch parallel zu den steigenden Preisen fossiler Brennstoffe haben auch die Holzpreise angezogen – und mit ihnen die Kosten für Holzbriketts. Die Preise für Pellets und Briketts aus Sägenebenprodukten stiegen nach Angaben des Statistischen Bundesamts binnen Jahresfrist um 144,3 Prozent, Holz in Form von Plättchen oder Schnitzeln fast gleich stark um 144,5 Prozent.

Preise für Briketts stark gestiegen

Eine Stichprobe im Internet zeigt, dass die Preise für Holzbriketts stark variieren. Je nach Anbieter, Qualität und Lieferung fallen für eine Palette (960 Kilogramm) Holzbriketts bei einem Händler rund 610 Euro an – ein anderer Händler berechnet zwischen 750 Euro und 830 Euro inklusive Lieferung. Auch in den Baumärkten sind Holzbriketts erhältlich.

Heizen mit geschreddertem Holz

Auch hier zeigt sich: Ein gezielter Blick auf das Angebot in der eigenen Region lohnt sich. So kostet beispielsweise eine Palette mit 700 Kilo Holzbriketts bei einem Händler aus dem Raum Trier 225,20 Euro ohne Lieferung.

Allerdings hilft auch hier meist schneller ein Anruf als eine Internetrecherche. Auf den Seiten eines Eifeler Holzhändlers heißt es etwa: „Aufgrund im Moment nicht gewährleisteter Lieferfähigkeit verfügbarer Fabrikate, Preise und Liefer-/Abholtermin nur nach telefonischer Absprache“ – ein in diesen Tagen häufig zu lesender Hinweis. „Begrenzte Liefermengen“ heißt es an anderen Stellen. Keine einfache Situation also für den Brennstoffkunden.

Verbraucherschützer und Polizei warnen vor Fake-Shops

Wer im Web bestellen will, sollte genau hinsehen. Neben den alteingesessenen Holzlieferanten tummeln sich mittlerweile etliche Fake-Shops im Web, die den Verbrauchern das Geld aus der Tasche ziehen. So bestellte ein 51-Jähriger aus Enkenbach-Alsenborn Brennholz, Briketts und Pellets für über 1000 Euro auf einer Internetseite. Am Ende stand er aber ohne Brennstoff und Geld da. Das hatte er laut Polizei bereits im Juli auf ein französisches Konto überwiesen und dann vergebens auf die Lieferung gewartet. Als die Polizei die Ermittlungen übernahm, war die Seite bereits nicht mehr erreichbar.

Kein Einzelfall – die Verbraucherzentrale bietet einen Fakeshop-Finder an, mit dem sich die Seriosität eines Onlineangebots prüfen lässt. Vorsicht ist nach Angaben der Verbraucherschützer geboten, wenn die Ware nur gegen Vorkasse angeboten wird. Weitere Warnsignal sind auffallend günstige Preise, ein fehlendes Impressum oder auffällige Internetadressen. Manche Fake-Shops schmücken sich mit falschen Gütesiegeln, was schwerer erkennbar sein kann.

Welche Holzbriketts eignen sich

Holzbriketts werden aus Säge- und Hobelspänen hergestellt, die bei der Holzverarbeitung in Sägewerken anfallen. Die Späne werden unter hohem Druck zu runden oder eckigen Briketts geformt und in handlichen 10-Kilogramm-Einheiten verkauft. Sie lassen sich auch im Wohnzimmer oder Keller sauber lagern, wobei sie immer trocken gelagert werden sollten, da sie bei Feuchtigkeit das Wasser aufsaugen und zerfallen können. Holzbriketts sind sofort einsetzbar, zünden leicht und haben ein Flammenbild wie Holzscheite. Holzbriketts haben nur eine geringe Restfeuchte und sind daher sehr effizient. Zudem hinterlassen sie kaum Asche.

Es gibt eckige und runde Briketts mit und ohne Loch. Was Sinn macht, ergibt sich teils aus den Lagermöglichkeiten oder der Brenndauer, teils aber auch daraus, ob man etwa Briketts weiter portionieren möchte. Holzbriketts ohne Loch lassen sich gut lagern und brennen und glühen lange.

Hartholzbriketts aus Buche oder Ahorn, Birke oder Eiche brennen gleichmäßig und langsam, während Weichhölzer wie Fichte, Kiefer oder Tanne sich gut zum Anfeuern eignen.

Grundsätzlich sollte man nur zertifizierte Holzbriketts nach DINplus oder DIN EN ISO 17255-3 kaufen. Diese Gütesiegel bieten die Gewähr, dass naturbelassenes Holz ohne Schadstoffe verarbeitet wurde.