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Kolumne mein schöner garten
Herbstastern erfreuen Mensch und Biene

Kathrin 
Hofmeister
Kathrin Hofmeister FOTO: TV / Kathrin Hofmeister
Bevor der Herbst mit seinem Blattfall Einzug hält, bekomme ich noch mal so richtig Lust, in Blüten zu schwelgen. Von Kathrin Hofmeister

Im Garten sorgen Herbstastern jetzt für den schönsten Augenschmaus. Auch auf Balkon und Terrasse greife ich gerne auf die Blütensterne zurück. Ihr großer Pluspunkt: So können sich Bienen und Hummeln mit an den gedeckten Blütentisch setzen. Im saisonalen Sortiment findet man zahlreiche Pflanzen für ein Blütenfestival. Doch nur wenige bieten Insekten Nahrung, die sie im Spätsommer so dringend brauchen. Knospenheide der Serie GardenGirls beispielsweise ist ein wunderschöner Farbgeber, der ewig zu blühen scheint. Doch für Insekten sind die in Wirklichkeit immer knospig bleibenden Blüten nutzlos. Reichlich Nektar finden sie dagegen in allen Astersorten, wenn sie ungefüllt sind. Beim Kauf achte ich deshalb darauf, dass immer noch eine gelbe Blütenmitte zu sehen ist.

Im Handel gibt es speziell für saisonale Arrangements herangezogene Astern. Meist findet sich der Hinweis, dass sie winterhart sind. Nach dem Abblühen kann man sie im Garten auspflanzen. Tatsächlich ist der Großteil meiner Umsiedler vom Terrassentopf ins Beet im nächsten Jahr wieder gekommen und blüht jetzt üppig. Aber was ist das? Die kleinen, kompakten Pflanzen sind viel höher geworden. Für die Saisonkultur werden Sorten oft gestaucht angeboten. Wer mehr Verlässlichkeit wünscht, ist mit Namenssorten aus Staudengärtnereien besser bedient. Ausgezeichnete Sorten gelten zudem oft als mehltauresistenter. Nach einem derart trockenen Sommer ist der weiße Überzug auf den Asterblättern jedoch schwer zu vermeiden. Schaden nehmen die robusten Pflanzen durch die Pilzkrankheit allerdings nicht. Und das Wichtigste an Astern sind ja schließlich ihre Blüten.

Kathrin Hofmeister

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