Ihr Geld

Am nächsten Samstag wird die Höhe der Umlagen auf den Strompreis für das Jahr 2017 bekanntgegeben. Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz müssen Kunden ab dem 1. Januar 2017 im ungünstigsten Fall mit einer Strompreiserhöhung von mehr als einem Cent pro Kilowattstunde rechnen.

Die Verbraucherschützer raten zu einem Preisvergleich. Ein Anbieterwechsel kann sich lohnen. "Die Umlagen machen einen erheblichen Teil des Strompreises in Deutschland aus", betont Fabian Fehrenbach, Energierechtsexperte der Verbraucherzentrale. Alleine die Umlage für die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien, auch EEG-Umlage genannt, lag 2016 bei 6,354 Cent pro Kilowattstunde. Die EEG-Umlage wird 2017 nach Einschätzung der Verbraucherzentrale auf über sieben Cent pro Kilowattstunde steigen. Damit nicht genug: Auch beim Netzentgelt, einem weiteren Bestandteil des Strompreises, ist mit einem Anstieg zu rechnen. Konkrete Angaben über die Höhe stehen aber noch aus. Die Verbraucherzentrale empfiehlt Kunden, die Kündigungsfristen ihrer Stromverträge zu überprüfen und die Preisentwicklung im letzten Quartal des Jahres im Auge zu behalten. Die Fristen für eine ordentliche Kündigung können bis zu drei Monate betragen. Im Falle einer Preiserhöhung haben Kunden jedoch ein Sonderkündigungsrecht, auf das der Versorger hinweisen muss. "Erfreulicherweise haben einige Anbieter bereits begonnen, die gesunkenen Einkaufspreise für Strom an der Strombörse endlich an die Kunden weiterzugeben. Ein Wechsel kann sich für Verbraucher also auszahlen", betont Fehrenbach. Fragen rund um Strom- und Gasversorgungsverträge beantworten die Energierechtsberater der Verbraucherzentrale. Terminvereinbarung unter Telefon 0651/48802 ist erforderlich.