ihr gutes recht

Oft werden während einer intakten Ehe einseitige Zuwendungen in Form von Bargeld, Wertpapieren, Schmuck oder Grundstücken gemacht. Beim Scheitern der Ehe wird vielfach die Rückgabe dieser Gegenstände gefordert - oft jedoch erfolglos.

Was zu beachten ist, schildert der folgende Fall: Eine 70-jährige vermögende Ehefrau überhäuft ihren um 35 Jahre jüngeren Ehemann während der Ehe mit kostspieligen Gegenständen und großzügigen Geldzuwendungen. So erhält der Ehemann unter anderem ein Motorrad und eine sündhaft teure Uhr. Als die Ehefrau einem Verhältnis ihres Ehemannes auf die Schliche kommt, verwöhnt sie ihn mit weiteren Zuwendungen. So übereignet sie ihm unentgeltlich einen Sportwagen, um die Ehe zu retten. Der Ehemann lässt sich dennoch von seiner Frau scheiden. Die Ehefrau verlangt die teuren Gegenstände zurück. Ob zu Recht oder nicht entscheidet die Tatsache, ob die Gegenstände als Schenkung einzustufen waren oder als Zuwendungen. Aufmerksamkeiten unter Eheleuten sind nur dann Schenkungen, wenn beiden bewusst ist, dass die Überlassung der Gegenstände von keinerlei Gegenleistung abhängt. Werden jedoch Gegenstände mit der Erwartung übereignet, die eheliche Gemeinschaft werde von Dauer sein, so spricht man von Zuwendungen. Zuwendungen und keine Schenkungen sind auch die im oben genannten Fall überreichten Gegenstände, da sie der Verwirklichung der ehelichen Lebensgemeinschaft dienten oder dienen sollten. Schenkungen können grundsätzlich zurückgefordert werden. Voraussetzung ist ein wirksamer Widerruf. Dieser kann zum einen auf eine Notlage des Schenkers oder unter Ehepartnern auf schwere Verfehlungen wie Ehebruch gestützt werden. Schließlich kann der Schenker seine Gaben auch bei grobem Undank zurückverlangen. Spezialisierte Anwälte nennt die Rechtsanwaltskammer Koblenz unter Telefon 0261/30335-55 oder der Anwaltsuchdienst unter rakko.de Besuchen Sie auch das neue Online-Verbraucherportal unter ihr-ratgeber-recht.de