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Ihr Recht: Keine Werbung

Wer keine Werbung im Briefkasten wünscht, muss dies erkennbar machen. Dazu genügt es, einen Aufkleber "Keine Werbung einwerfen" gut sichtbar am Briefkasten oder an der Haustür anzubringen, darauf weist die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hin.

Kostenlose Aufkleber können in den Beratungsstellen und Stützpunkten abgeholt werden. Bereits im Jahr 1988 hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (Aktenzeichen VI ZR 182/88), dass werbende Unternehmen diesen oder inhaltsgleiche Aufkleber beachten müssen. Aber nicht jede Firma hält sich an dieses Gebot und nicht jede Werbung wird von den Gerichten gleich beurteilt. Die Verbraucherzentrale gibt Tipps, wie Sie sich gegen den Einwurf unerwünschter Werbung wehren können: Nicht adressierte Reklamesendungen, Handzettel und Wurfsendungen. Wenn Sie trotz des Aufklebers "Keine Werbung einwerfen" Handzettel oder Wurfsendungen in Ihrem Briefkasten finden, sollten Sie die betreffenden Firmen unmissverständlich am besten per Einschreiben mit Rückschein auffordern, zukünftig weitere Werbeeinwürfe zu unterlassen und dabei auf das BGH-Urteil hinweisen. Wenn kostenlose Anzeigenblätter einen redaktionellen Teil enthalten, reicht der Aufkleber "Keine Werbung einwerfen" auf Ihrem Briefkasten nicht aus. Diese Blätter dürfen gemäß der Rechtsprechung trotzdem eingeworfen werden. Sie können mit einem Aufkleber "Keine Werbung und kostenlosen Anzeigenblätter einwerfen" verhindert werden. Für Werbung, die in abonnierten, kostenpflichtigen Tages- und Wochenzeitungen eingelegt ist, gilt der Aufkleber "Keine Werbung einwerfen" nicht. Diese Werbung ist Bestandteil der Zeitung und kann nicht separat zurückgewiesen werden. Wer sich über eingeworfene Werbung ärgert, kann bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz kostenlose Aufkleber für den Briefkasten abholen.