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Jetzt schmeckt das frische Gemüse aus heimischem Garten besonders gut.

Ernährungskolumne : Paradiesische Radieschen

Heimische Radieschen haben jetzt Saison. Also ran an die knackigen, runden, rot-weißen Kugeln. Sie sind lecker und schmecken nach Frühling: zum Beispiel geschnitten auf Brot, im Kräuterquark und Salat oder einfach im Ganzen zwischendurch verputzt.

Paradiesisch!

Auch in Sachen Gesundheit punkten die kleinen Verwandten des Rettichs. Ihr typisch scharfer Geschmack stammt von Senfölen, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen. Ihnen werden eine Vielzahl an gesundheitsförderlichen Wirkungen nachgesagt.

Direkt nach dem Einkauf sollte das Laub der Radieschen entfernt werden. So trocknen sie nicht aus und bleiben länger frisch als am Bund. Gewaschen und ohne Wurzel lassen sie in einer gut schließenden Dose im Kühlschrank bis zu einer Woche lagern.

Beim Radieschen müssen Sie nichts entsorgen. So lässt sich übrigens auch das Blattgrün verwenden, wenn es ganz frisch ist. Zartes Radieschengrün gibt Rohkostsalaten eine würzige Note und verleiht auch Hackfleischgerichten oder Nudelsoßen sanftes Radieschen-Aroma.

Zu bedenken ist: Wer die grünen Blätter von Gemüse mitverwenden will, sollte darauf achten, dass die Pflanzen nicht mit Pestiziden gespritzt wurden. Dabei besteht das Risiko, dass das Gemüse möglicherweise Rückstände dieser Pflanzenschutzmittel enthält. Die Grenzwerte für Spritzmittel gelten nämlich nur für Pflanzenteile, die üblicherweise verzehrt werden, wie die unterirdischen, roten Radieschenknollen. Nur diese, nicht die Blätter, werden folglich stichprobenartig von der Lebensmittelüberwachung auf Rückstände geprüft.

Eine gute Wahl ist biologisch angebautes Gemüse, bei dem keine chemisch-synthetischen Spritzmittel zum Einsatz kommen durften oder selbst Geerntetes aus dem eigenen Garten oder Pflanzkübel.

Susanne Umbach ist Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

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