Jugendherbergen bieten verstärkt Ergänzungsprogramme an

Jugendherbergen bieten verstärkt Ergänzungsprogramme an

Die größte Gästegruppe sind nach wie vor Schulklassen. Doch auch bei Familien werden Übernachtungen in der Jugendherberge immer beliebter. Die Herbergen reagieren darauf mit neuen Angeboten.

Um sich stärker von den kommerziellen Anbietern abzusetzen, bieten die deutschen Jugendherbergen zunehmend Ergänzungsprogramme an. Diese können von Schulklassen oder anderen Gruppen genutzt werden können, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH), Bernd Dohn. Dazu gehören zum Beispiel Geschichtsprojekte in Herbergen, die in der Nähe von ehemaligen Konzentrationslagern liegen.

Mehrere Herbergen werden derzeit modernisiert, neue Konzepte für wachsende Zielgruppen wie Familien ausprobiert - wie zum Beispiel das „Familienresort“ in Neuharlingersiel an der Nordsee mit Komplettversorgung, eine Art „Club DJH“. Ostern eröffnet diese neue Jugendherberge in den umgebauten Räumen und Bungalows der ehemaligen Kurklinik in Neuharlingersiel. Hier gelte das Prinzip „alles inklusive“ - außer Alkohol und Kaffeespezialitäten. Und in immer mehr Häusern gebe es WLAN, sagte Dohn.

Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Übernachtungen in den Jugendherbergen leicht auf fast 10,2 Millionen. Die Zahl der Jugendherbergen sank zwar um 4 auf 525, die Zahl der Betten stieg aber um 2200 auf fast 78 000. Die größte Gästegruppe sind nach wie vor Schulklassen (39 Prozent), vor Familien (19 Prozent), Wanderern und Gruppenreisen (17 Prozent) und den Gruppen der beruflichen Bildung und Tagungen (13 Prozent). Eine Übernachtung inklusive Frühstück und Bettwäsche kostet im Durchschnitt gut 20 Euro.

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