KArriere Berater

Betriebsklima ist das eine, Firmenerfolg das andere. Entweder man schuftet, bis der Schweiß fließt, oder man ist fröhlich, bis die Lachtränen kullern.

Gute Stimmung und erstklassige Arbeit zur gleichen Zeit? Halten viele Chefs für ausgeschlossen. Geht aber sehr wohl! Dass die Arbeit immer noch als todernste Sache gilt, kann an der biblischen Geschichte liegen. Als Eva nach dem Apfel griff, wollte Gott die Menschen mit der Höchststrafe belegen. Und was fiel ihm ein? Er schleuderte keine Blitze, er schickte keine Flut - er scheuchte sie aus dem Paradies, ließ sie für ihren Lebensunterhalt arbeiten. Das deutsche Wort "Arbeit" stammt vom germanischen "arba", dem Wort für "Knecht". So mancher Arbeitnehmer, der morgens aus dem Bett krabbelt, fühlt sich bis heute aus dem Paradies vertrieben. Dabei könnten gute Laune und gute Arbeit ein Traumpaar sein. Weltweite Studien, so der University Taiwan, haben ergeben: Mitarbeiter lachen gern am Arbeitsplatz. Wo die Stimmung gut und der Chef humorvoll ist, regiert die Arbeitsfreude. Lachen dämpft den Stress und hebt die Arbeitsfreude. Der amerikanische Bestseller-Autor Daniel Goleman weist darauf hin: Je besser die Laune der Mitarbeiter, desto besser die Geschäftsergebnisse - als würden fröhliche Gesichter die Gewinne nach oben, hängende Mundwinkel sie jedoch nach unten ziehen. Vielleicht sollten Sie mit Ihrem Chef einmal über diesen Zusammenhang sprechen. Aber bitte kein ernstes Wort - besser ein fröhliches … Unser Kolumnist Martin Wehrle (geboren 1970) gehört zu den erfolgreichsten Karriereberatern in Deutschland. Sein aktuelles Buch: der Bestseller "Ich arbeite in einem Irrenhaus" (Econ, 14,99 Euro). Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf www.volksfreund.de/kolumne

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