Kuba Urlaub - offline in den Ferien

Kuba Urlaub - offline in den Ferien

Erholung bedeutet nicht nur das schöne Nichtstun am Strand oder Pool zu genießen, Erholung bedeutet vor allem auch einmal den Kopf frei zu bekommen und den Alltag hinter sich lassen. Nur wer auch dem Kopf einen Urlaub gönnt, kann sich im Urlaub so richtig entspannen. Was ist denn ein Urlaub, in dem man täglich seine E-Mails - wohlmöglich sogar die Mails vom Arbeits-Account - checkt und bei Facebook immer auf dem Laufenden bleibt, überhaut wert?

Vielleicht sollte man einmal über einen Offline-Urlaub nachdenken oder noch besser in einem Land Urlaub machen, in dem man gar nicht erst in Versuchung kommt. Ideal hierfür ist ein Kuba Urlaub geeignet: wunderschöne, Karibik-Strände, eine ausgezeichnete touristische Infrastruktur und bis heute kein nennenswerter Anschluss an das Word Wide Web.

Unglaublich aber wahr: Kuba hinkt dem weltweiten Vorstoß des Internets deutlich hinterher. Laut offiziellen Statistiken waren 2011 nur etwa 16 Prozent der Kubaner online. Die meisten davon in der Arbeit, an Schulen oder Universitäten und dann überwiegend im internen Netz. Direkten Zugang zum Internet haben laut Angaben nur etwa 2,9% der kubanischen Bevölkerung.

Diese sehr zögerliche Nutzung des Internets ist aber sicher auf fehlendes Interesse der Kubaner zurückzuführen, das Internet auf Kuba ist einfach furchtbar langsam. Selbst das Laden eines einfachen Youtube-Videos würde theoretisch bis zu zwei Tage dauern.

Bereits vor über einem Jahr sollte ein Glasfaserkabel, das unter dem Meer von Venezuela zur Karibik-Insel verlegt werden sollte, die Netzkapazität auf Kuba etwa 3000-fach erweitern und somit die digitale Isolation der Insel beenden. Sollte, denn bisher ist davon noch nichts zu bemerken und das obwohl laut Aussagen der Regierung von Venezuela, das Kabel vollständig verlegt und betriebsbereit sei.

Kuba-Experte Larry Press, Professor für Informationssysteme an der Universität von Kalifornien, vermutet, dass die kubanische Regierung da ihre Finger mit im Spiel hat. Der Arabische Frühling habe gezeigt, dass das Internet eine mächtige Waffe des Volkes sein kann und das Regime rund um Fidel und Raúl Castro jetzt eventuell Angst vor einer Art "Kubanischen Frühling" haben könnte.

Urlaub ohne Internet - ein Segen und ein Fluch

Während diese Taktik, die Öffentlichkeit vom Internet fern zu halten für die Kubaner natürlich erhebliche Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte bedeutet, ist es für die Urlauber auf Kuba vielleicht genau das, was sie brauchen. Ohne vernünftige Internetverbindung kommt man beim Kuba Urlaub gar nicht auf die Idee, die ungestörten Urlaubstage mit E-Mails aus der Heimat zu belasten.

Im Kuba Urlaub soll nichts vom eigentlichen Urlaub ablenken und die Entspannung stören . Einfach abschalten, die weißen Traumstrände und das schöne Wetter genießen, sich mit kulinarischen Inselgenüssen verwöhnen lassen und die entspannte Urlaubsatmosphäre aufsaugen - mehr sollte man in seinem Kuba Urlaub nicht leisten müssen.

Der Offline-Urlaub auf Kuba sorgt bestimmt für die nötige Erholung bei den Touristen, doch für die Kubaner selbst bedeutet die schlechte Internetverbindung schlichtweg Isolation und eingeschränkte Möglichkeiten. Eine Situation für die Kubaner die so absolut nicht zu tolerieren ist, Offline-Entspannung für Touristen hin oder her!

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