Leichtes Gepäck auch in der Brotdose

Leichtes Gepäck auch in der Brotdose

Wanderlust statt Wanderfrust: Mit dem richtigen Proviant geht es noch mal so gut auf Tour durch Wald und Wiese. Hier ein paar wichtige Empfehlungen innerhalb unserer Serie "TV-Wanderwochen":

trier (red) Gerade im Herbst hat die Natur einiges für Auge und Seele zu bieten. Die Blätter verfärben sich, Pilze sprießen, und die Temperaturen sind ideal - nicht zu heiß und nicht zu kalt. Also raus in die Landschaft.
Bewegung an der frischen Luft macht munter und hält fit, vorausgesetzt, man packt die richtige Verpflegung in den Rucksack. Doch welche Lebensmittel eignen sich besonders gut für den Ausflug ins Grüne?
Bei dem stetigen Auf und Ab ist eine ausreichende Zufuhr an Kohlenhydraten wichtig, sonst geht einem schnell die Energie und damit auch die Puste aus.
Besonders gut eignen sich Brot und Brötchen in der Vollkornvariante. Sie machen lange satt und enthalten reichlich gesunde Inhaltsstoffe.
Als Brotbelag empfehlen sich Hartkäse oder Dauerwurst wie fettarme Salami oder geräucherter Schinken, da diese auch nach längeren Touren in Form bleiben.
Generell gilt für Freitzeittouren: jefettärmer, desto besser. Denn fettreiche Lebensmittel liegen oft schwer im Magen, machen müde und sorgen für schwere Beine. Das möchte schließlich keiner. Alternativen zur Butter, die schnell nicht mehr den besten Eindruck auf dem Brot macht, sind beispielsweise Senf oder Tomatenmark. Knackige Gurke, Möhre, Paprika oder Radieschen sind lecker, löschen sogar den Durst und sorgen für das gewisse Extra. Passendes Obst für unterwegs sind ganze Äpfel, Bananen oder Trauben. Sogenannte Power-Riegel sind bestenfalls Dessert, sie sind oft reichlich gesüßt mit allerlei zusätzlichen Süßungsmitteln - sprich: "Zuckerkram". Studentenfutter wäre die bessere Wahl.
Wer seinen Proviant in passende Boxen abfüllt, kann auf Aluminium- oder Plastikhüllen ganz verzichten Die Umwelt wird dann weniger belastet.
Bitte nicht das Trinken vergessen! Wasser, Tees oder Saftschorlen liefern Mineralstoffe, die ausgeschwitzt werden. Deren Menge sollte Temperatur und Ausflugsdauer angepasst werden.
Für viele gehört gerade im Spätsommer zum Wandern Wein und Gesang. Das ein oder andere Schlückchen ist sicherlich vertretbar. Aber zu viel "Sprit" ist nicht zu empfehlen - der Alkohol entzieht dem Körper vermehrt Wasser. Das kann zu Muskelproblemen führen. Aber Hand aufs Herz: Bei sogenannten Weinwanderungen steht, wie der Name schon sagt, ja auch nicht unbedingt die Bewegung an erster Stelle.

Die Autorin ist Ernährungsberaterin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz