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Lieblingsrose selbst veredeln

Lieblingsrose selbst veredeln

Alle, die ihre Rose weitervermehren wollen, haben am Sonntag, 15. Juni, in Trier die Möglichkeit dazu. Während des Rosenfests in Nells Park leitet Gärtnermeister Anton Mock Interessierte an. Er zeigt, was man dazu braucht.

"Die Rose habe ich noch von meiner Oma, und die ist aus dem Garten von Mayer Lies", verkünden Gartenbesitzer mit Stolz und hätten gerne Nachkommen davon. Doch in Gartencentern und Rosenschulen werden viele alte Rosen nicht mehr angeboten. Das brachte die Rosenfreunde Trier auf die Idee, die Veredlung ihrer Lieblingsrose anzubieten. "Im Rahmen des Rosensonntags können Besucher Edelreis mitbringen, hier veredeln lassen oder selbst okulieren", sagt Gärtnermeister Anton Mock. Der Rosenspezialist zeigt, wie das geht. "Der Rosentrieb, also das Edelreis, das man mitbringt, sollte verblüht sein und drei bis fünf Blätter haben", sagt Mock. Unter den Blättern sitzen die Augen, lateinisch "oculi". Aus ihnen treibt die veredelte Rose später aus. "Daher der Fachausdruck okulieren", erklärt der Baumschuler, der in seinem Gärtnerleben an die dreieinhalb Millionen Rosen veredelt hat.
Mit dem Okuliermesser schneidet er das Auge heraus. Es wird mit einem T-Schnitt in eine Unterlage gesetzt. "Als Unterlage haben wir Wildrosen-Wurzelstöcke besorgt", sagt Mock. Darauf werden die Rosen veredelt. Ein Tipp für Besucher: "Die Rosentriebe sollten Sie frisch am 15. Juni schneiden und, in feuchtes Küchenpapier gewickelt, hierher transportieren." kf
Der Rosensonntag in Triers Nells Park ist Sonntag, 15. Juni, von 11 bis 18 Uhr.