Mahlzeit

Ob in heißem Tee, in Cremedesserts oder im Adventsgebäck: Der Saft und das Fruchtfleisch von Zitrusfrüchten verleihen vielen Speisen einen aromatischen, frischen und spritzigen Geschmack. So manches Rezept verlangt auch nach geriebener Schale.

Erste Wahl dafür sind Zitronen oder Orangen aus ökologischem Anbau. Im Bioanbau ist sowohl der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln während der Wachstums- und Reifezeit verboten als auch die Konservierung der Früchte nach der Ernte. Dagegen ist der Einsatz von Pestiziden und Konservierungsmitteln bei konventionell angebauten Zitronen, Mandarinen und Co. üblich. Wenn die Schalen der Zitrusfrüchte mit den Stoffen Thiabendazol oder Orthophenyl-phenol konserviert wurden, muss das gekennzeichnet werden. Häufig ist dieser Hinweis jedoch nur sehr klein und versteckt angebracht. Zitrusfrüchte mit dem Hinweis "unbehandelt" wurden zwar auch herkömmlich angebaut, sie wurden nach der Ernte aber nicht mit Konservierungsstoffen behandelt. Offen bleibt hierbei allerdings, welche und wie viele Pflanzenschutzmittel in der Zeit davor zum Einsatz gekommen sind. Verbleibende Rückstände der Spritzmittel auf den Früchten sind daher nicht auszuschließen. Daher gilt grundsätzlich: Wer Zitrusfrüchte essen oder in der Küche weiterverwenden will, sollte sie gründlich mit warmem Wasser waschen. Ein Großteil anhaftender Rückstände lässt sich so entfernen. Susanne Umbach ist Ernährungsreferentin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Kolumnen finden Sie unter volksfreund.de/kolumnen