Mahlzeit

Seefisch ist mit seinem hochwertigen Eiweiß, Omega-3-Fettsäuren und wichtigen Spurenelementen wie Jod und Selen ein wichtiger Bestandteil auf dem Speiseplan. Besonders beliebt ist Lachs.

Gerade bei dieser Sorte hat man die Qual der Wahl: Soll es Wild- oder günstigerer Zuchtlachs sein? Immerhin sind die Preisunterschiede erheblich. Zuchtlachs wird vor allem in Norwegen, Schottland, Chile und Irland gemästet. Die Tiere leben in riesigen Gehegen im offenen Meer. Aber belasten dabei nicht riesige Mengen an Kot oder Tierarzneimittel die Meere? Mittlerweile haben ausgetüftelte Systeme, computergesteuerte Fütterungen und geringere Fischmengen die ökologische Belastung reduzieren können. Unproblematisch sind die Fischfarmen dennoch nicht: Zumal, wenn Zuchttiere den schwimmenden Käfigen entwischen. Sie paaren sich mit ihren wilden Artgenossen und können Krankheiten verbreiten. Geringer sind die Belastungen bei Öko-Lachs. Bei dieser Zuchtform werden in den Käfigen weniger Fische gezüchtet. Das hellblaue ASC-Siegel des Aquaculture Stewardship Council für Zuchtfisch steht für nachhaltig geführte Zuchtanlagen. Es lohnt sich, nach dem Siegel zu schauen. Wildlachs wird vor allem im nördlichen Pazifik gefangen. Auch hier gibt es Fanggebiete, in denen die Bestände durch Überfischung bedroht sind. Für einen Mindeststandard an umweltgerechtem Fang wildlebender Fische steht das MSC-Siegel des Marine Stewardship Council. Das oval-blaue Label mit einem stilisierten Fisch findet sich auf vielen Fischprodukten in den Regalen und Tiefkühltruhen der Supermärkte. Übrigens: Bei unverarbeiteten Fischprodukten muss die Herkunft angegeben werden. Zudem muss ersichtlich sein, ob der Fisch gefangen oder gezüchtet wurde. Susanne Umbach ist Ernährungsreferentin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Fragen: ernaehrung@volksfreund.de TV-Kolumnen gibt's unter <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/kolumne" text="www.volksfreund.de/kolumne" class="more"%>