Mahlzeit

Von Linsen über die Zuckerschote bis hin zur Kichererbse - Hülsenfrüchte haben viele Gesichter. Trotz unterschiedlichster Formen, Farben und Geschmacksrichtungen haben sie eines gemeinsam: Alle sind sie kleine Kraftpakete! Besonders in Kulturkreisen, in denen wenig Fleisch gegessen wird, sind sie wichtige Grundnahrungsmittel.

In Lateinamerika, Afrika und Asien sichern sie die Versorgung mit pflanzlichem Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen. Bei uns fristen sie mehr ein Schattendasein. Gelten sie als schwer verdaulich und eher als "Arme-Leute-Essen". Gut, dass dieses Image überholt ist. Je nach Zubereitungsart bereichern Hülsenfrüchte die schlanke Küche. Nicht nur Gourmetköche entdecken sie derzeit neu, vor allem aufgrund ihrer Verwendungsmöglichkeiten und ihres feinen Geschmacks. Sie eignen sich für indische Currys, Nudelsoßen, Salate oder vegetarische Bratlinge. Jedes Böhnchen - ein "Tönchen". Jeder weiß, was damit gemeint ist. Doch: Je länger die Hülsenfrüchte eingeweicht und gekocht werden, desto mehr bauen sich blähende Inhaltsstoffe ab. Sie gehen ins Kochwasser über, das besser weggeschüttet wird. Gewürze wie Curry, Ingwer, Koriander, Rosmarin und Thymian verfeinern den Geschmack und unterstützen die Verdauung. Wichtig: Zum Rohverzehr sind Hülsenfrüchte nicht geeignet. Übrigens: Wenn Hülsenfrüchte mit Getreide oder tierischen Lebensmitteln wie Milch oder Ei kombiniert werden, steigt die Wertigkeit des Eiweißes. Für den Körper ist nämlich nicht nur die Menge an Eiweiß entscheidend, die Qualität bestimmt auch die Mischung der Aminosäuren. Nicht umsonst haben Speisen wie Spätzle mit Linsen und Würstchen eine lange Tradition. Susanne Umbach ist Ernährungsreferentin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. TV-Kolumnen finden Sie auf <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/kolumne" text="www.volksfreund.de/kolumne" class="more"%>