Mahlzeit

Was lässt sich nicht alles aus Kartoffeln zaubern: Puffer, Püree, Pommes frites oder einfach leckere Pellkartoffeln. Von besonderem Geschmack können Frühkartoffeln sein.

Für heimische Ware startet die Saison Ende Mai bis Anfang Juni. Waren, die jetzt in den Läden angeboten werden, stammen meist aus Marokko, Tunesien, Ägypten, Griechenland und Zypern. Ab April sind die Frühen auch aus Spanien und Italien im Angebot. Geschmacklich überzeugt die Importware allerdings nicht immer. Von einer negativen Öko-bilanz durch den Transport ganz zu schweigen. Frühkartoffeln verzehrt man möglichst gleich nach dem Kauf. Wenn es nicht anders geht, lassen sie sich höchstens zwei Wochen an einem dunklen und kühlen Ort lagern. Wer keinen geeigneten Keller hat, kann sie zur Not auch im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Aber Vorsicht: Bei zu kalter Lagerung verändert sich der Geschmack der Knollen, sie werden süßlich. Die dunkle Lagerung ist wichtig. Denn unter Lichteinfluss beginnen gerade die frühen Kartoffeln besonders schnell zu keimen und die Schale wird grün. An diesen Stellen verbirgt sich der Stoff Solanin. Diese giftige Substanz bilden alle Nachtschattengewächse von Natur aus - zum Schutz vor Fraßfeinden. Beim Menschen können größere Mengen davon zu gesundheitlichen Problemen an Nerven und Leber führen. Daher ist es wichtig, grüne Stellen und Keimansätze immer großzügig zu entfernen. Bei den Frühen ist die Schale so dünn, dass sich größere Schalenteile unter Wasser abbürsten lassen. Der Rest löst sich sowieso beim Kochen. Genuss pur funktioniert übrigens mit einem Stich Butter oder à la "Berliner Schnauze" mit Kräuterquark und einem kleinen Löffel Leinöl. Susanne Umbach ist Ernährungsreferentin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Fragen: ernaehrung@volksfreund.de TV-Kolumnen gibt's unter <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/kolumne" text="www.volksfreund.de/kolumne" class="more"%>