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mahlzeit

 Susanne Umbach.Foto: privat
Susanne Umbach.Foto: privat FOTO: Stefan F. Saemmer (g_mehrw
Wer kann dem Duft und dem Geschmack von frisch geschälten Zitrusfrüchten schon widerstehen? Liebhaber von Orangen, Mandarinen, Clementinen und Co. sollten sich allerdings beeilen.

Meist sind die süßen Früchtchen hierzulande nur bis Januar erhältlich. Stammen sie doch aus dem Mittelmeerraum, wo die Haupterntezeit bereits im Spätherbst begonnen hat. Landläufig hat sich der Oberbegriff Mandarine für verschiedene Sorten und Kreuzungen der Früchte wie Clementinen, Clauselinas, Satsumas eingebürgert. Mandarinen sollen aus China stammen und werden dort seit über 300 Jahren angebaut. Ihr Name wird auf die Mandarins zurückgeführt. So nannte man im kaiserlichen China hohe Beamte, die eine orangefarbene Amtstracht trugen. Die klassische Mandarine wird allerdings immer weniger angeboten, obwohl sie geschmacklich "1a" ist. Nervig sind aber ihre vielen Kerne. Umso beliebter sind hingegen die nahezu kernlosen Clementinen. Deren Vorteil ist zudem, dass ihre Schale weniger druckempfindlich ist und die Früchte somit länger haltbar sind. Bei all diesen Pluspunkten bleibt ein Wermutstropfen: Clementinen lassen sich schwerer schälen als Mandarinen. Apropos Schale: Auch wenn es nicht immer möglich und lästig ist: Durch Waschen der Früchte lassen sich eventuelle Rückstände reduzieren. Gut ist auch, die Hände nach dem Schälen zu waschen. Früchte mit teilweise noch grüner Schale können übrigens genauso süß und wohlschmeckend sein wie orangefarbene. Das Grün ist nur ein Hinweis dafür, dass die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht nicht groß genug gewesen sind. Beim Einkauf gilt es Früchte zu meiden, deren Schale bereits spürbar gelockert ist, da diese häufig schon zu lange lagern. Susanne Umbach ist Ernährungsreferentin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Kolumnen finden Sie unter volksfreund.de/kolumnen