mein computer

Sie versenden gerne E-Mails? Sie finden es total praktisch, Ihre Post nicht erst zum Briefkasten bringen zu müssen? Und Sie genießen den Komfort, dass Ihr Adressat die E-Mail nur wenige Sekunden, nachdem Sie sie verschickt haben, lesen kann? Nun, Sie sollten sich bewusst sein, dass Sie in Wirklichkeit Postkarten verschicken. Postkarten, die jedermann, der in der Lage ist, Ihre E-Mails im Internet abzufangen, lesen kann - ob Krimineller oder Geheimdienst.

Denn E-Mails sind von Haus aus nicht verschlüsselt und somit auch nicht von einem digitalen Schutzumschlag umgeben. Sensible oder sehr private Informationen sollten Sie also nicht per E-Mail verschicken - auf einer Postkarte würden Sie Ihre Geheimnisse ja schließlich auch nicht notieren. Es gibt Möglichkeiten, E-Mails zu verschlüsseln. Allerdings ist es nicht so profan, die Voraussetzungen dafür einzurichten. Das Problem dabei ist, dass es sowohl für den Absender als auch den Empfänger erforderlich ist, sich entsprechend vorzubereiten. So werden für das PGP-Verfahren (PGP steht für "Pretty Good Privacy" - zu deutsch "Ziemlich sichere Privatsphäre") zwei digitale Schlüssel benötigt: ein öffentlicher und ein privater. Während der Absender die E-Mail mit dem öffentlichen Schlüssel des Empfängers codiert, benötigt dieser seinen privaten Schlüssel, um die Mail wieder lesbar zu machen - im Alltag schon etwas Aufwand. Wer es allerdings leid ist, einfach immer nur Postkarten im Internet zu verschicken, wird die Mühe vielleicht auf sich nehmen und sich in die Materie einarbeiten. Einige Links zum Thema habe ich Ihnen zusammengetragen unter: volksfreund.de/emailsicherheit Roland Grün ist Redakteur beim Onlineangebot des Trierischen Volksfreunds, volksfreund.de. In unserer Kolumne "Mein Computer" gibt er Tipps zum Umgang mit digitalen Medien. Haben Sie Fragen zu den Themen Internet und Computer? Schreiben Sie an: computer@volksfreund.de Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf www.volksfreund.de/kolumne